BMW bereitet die Einführung seiner nächsten Generation von Elektrofahrzeugen vor und kündigte heute die erste Fabrik an, die von Grund auf für die Herstellung von Elektrofahrzeugen gebaut wird. Die neue Fabrik wird in der Nähe von Debrecen in Ungarn entstehen und eine Kapazität von bis zu 150.000 Einheiten pro Jahr bereitstellen.

Modell Strategie

„Die Elektromobilität ist ein essentieller Bestandteil der Unternehmensstrategie NUMBER ONE > NEXT, mit der die BMW Group ihre Position als führender Anbieter von individueller Premiummobilität und Mobilitätsservices weiter ausbaut. Das Unternehmen wird bis 2025 weltweit 25 voll- oder teilelektrische Modelle anbieten und erwartet dann einen Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen am globalen Absatz zwischen 15 und 25 Prozent“, so Krüger.

„Im kommenden Jahr bringen wir den i8 Roadster, in 2019 den vollelektrischen Mini. In 2020 kommt der vollelektrische X3.“ „Der nächste große Innovationssprung“ wird der iNext, der 2021 erscheinen soll und dann kommt in den kommenden Jahren auch noch der i Vision Dynamics, der sich als elektrische Mittelklasse-Limousine positionieren wird. (Robert Irlinger, Leiter von BMW i, Autogazette) Nach seinem Debüt 2010 feiert auch der MINI E 2019 sein Comeback.

Elektromobilität erhält Einzug

BMW lies gegenüber Electrec verlauten, dass man in all seinen Fabriken elektrische Produktionskapazitäten plant. Man will dabei auf denselben Produktionslinien Verbrenner, Plug-in-Hybride und rein elektrische Fahrzeuge produzieren. (electrek)

Ausbau Leipzig

So hat die BMW Group auch mehr als 300 Millionen Euro in das Werk Leipzig investiert. Man hat umfangreiche Baumaßnahmen begonnen, um den Grundstein für weiteres Wachstum und für die Produktion künftiger Modelle, auch der i-Familie leisten zu können.

Ausbau Produktionskapazität

Die Produktion der BMW i Modelle soll dabei weiter ausgebaut werden. Man konnte aufgrund der hohen Nachfrage bereits im Herbst dieses Jahres die Produktion deutlich von 130 auf 200 Fahrzeuge täglich steigern. Der BMW i3 gilt als einer der Pioniere der elektrischen Fortbewegung von deutschen Automobilherstellern.

„Wir haben großes Vertrauen in das Können und in die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in unserem Leipziger Werk. Darum ist es jetzt nur konsequent, mit den eingeleiteten Schritten den Standort noch flexibler und vor allem noch effizienter zu machen, damit dieser für die Zukunft wettbewerbsfähig aufgestellt ist“, betont Oliver Zipse, Vorstand Produktion der AG.

Erste Fabrik die eMobilität fest eingeplant hat

Die Fabrik in Ungarn ist nun die erste ihrer Art, bei der von Grund auf die Herstellung von Elektrofahrzeugen mit eingeplant wurde. Oliver Zipse, Vorstand für Produktion der BMW AG:

„In Zukunft wird jedes BMW Group-Werk in Europa sowohl elektrifizierte als auch konventionelle Fahrzeuge produzieren. In unserem neuen Werk in Ungarn können wir sowohl Verbrennungs- als auch elektrifizierte Modelle von BMW in einer einzigen Produktionslinie fertigen. Es wird mehr Kapazität in unser weltweites Produktionsnetzwerk bringen. Wenn die Produktion beginnt, wird das Werk neue Maßstäbe in Sachen Flexibilität, Digitalisierung und Produktivität setzen. “

Investition von 1 Milliarde Euro

BMW gab an, dass die neue Fabrik eine Investition von „ungefähr 1 Milliarde“ darstellt und man in der Region „über 1.000 neue Jobs“ schafft.

Standort Ungarn

Es gibt bereits einige etablierte Hersteller wie Samsung (Batterienproduktion) die in Ungarn ihre Produkte fertigen. Ungarn scheint sich als Zentrum für die Produktion der eMobilität in Europa zu entwickeln. Auch Audi hat mit der Produktion von Elektromotoren für den neuen SUV e-tron Quattro in Ungarn begonnen. Das Unternehmen teilte mich, dass „eine neue Ära bei Audi Ungarn beginnt“, da die Serienproduktion von Elektromotoren offiziell in Győr begonnen hat.

Für BMW ist: „Debrecen der ideale Ort für den Ausbau des Produktionsnetzwerkes der BMW Group. Es wurde in erster Linie für seine sehr gute Infrastruktur, geeignete Logistikverbindungen und die Nähe zum etablierten Lieferantennetzwerk ausgewählt. Das qualifizierte Personal in der Umgebung war ein weiterer wichtiger Vorteil. Neben dem Team im Werk selbst werden zahlreiche Arbeitsplätze mit Lieferanten und Dienstleistern sowohl auf dem Gelände der neuen Einrichtung als auch in der Region geschaffen.“ BMW

Halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge

In den nächsten zwei Jahren will der Konzern die Zahl der verkauften Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridmotor mehr als verdoppeln. „Bis Ende 2019 werden wir eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge auf der Straße haben“, sagte Krüger der WirtschaftsWoche.

BMW iX3

BMW hat für den iX3 eine neu entwickelte eDrive-Architektur entworfen, die auch zukünftig auf nahezu alle Modelle der BMW Group ausgeweitet werden soll. Die Antriebseinheit wird von BMW mit der „5. Generation“ betitelt. Durch das kompakte zusammensetzen von E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik, erhofft man sich bei den Bayern Fortschritte bei Leistungscharakteristik, Gewicht, Raumbedarf und Flexibilität.

Charging Control Unit

Der iX3 wird eine Charging Control Unit beherbergen, die es an Schnellladestationen ermöglicht, mit bis zu 150 kW Gleichstrom zu laden. So soll man den iX3 in unter 30 Minuten laden können.

3 Batteriepacks, 3 Motoren

Die neuen Architekturen werden Akkupacks beherbergen, die unterschiedliche Leistungen und Reichweiten bieten. Auch Porsche-Firmenchef Oliver Blume kündigte im Gespräch mit dem Car Magazine an „Wir denken uns unterschiedliche Optionen aus. Es wird mehr als eine geben, mit unterschiedlichen Leistungsstufen“. Bei BMW werden diese 3 Leistungsstufen erwartet.

  • 30e: wird eine Leistung von 60 Kilowattstunden haben und eine Reichweite von bis zu 450 km
  • 40e: bietet 90 kWh und eine Reichweite von bis zu 550 km.
  • 50e: wird 120 kWh und eine Reichweite von bis zu 700 km haben.

Zukunft

In diesem Jahr will der Hersteller 140.000 E-Autos und Plug-in-Hybride absetzen. Die Reichweite soll mit den Jahren selbstverständlich wachsen. So will man 2021 bereits eine Reichweite von 700 Kilometer (WLTP-Zyklus) bereitstellen.

„Wir sehen bei Lithium-Ionen-Zellen noch eine Verdoppelung der Energiedichte und eine Kostenreduzierung von 30 Prozent“, sagt Batterie-Profi Lamp. Plug-in-Hybride sollen 100 Kilometer weitkommen. Das nächste Elektrofahrzeug der BMW Gruppe wird der Mini E sein, der das Licht der Welt im Jahr 2019 erblickt.

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