Die BMW i-Familie bekommt neuen Zuwachs mit dem iNext: In knapp 4 Jahren soll ein neues Elektroauto auf den Markt kommen und es soll autonom fahren können. Auch in die Batteriezellenproduktion will BMW eventuell einsteigen. Bislang kommt ein Großteil der Zellen aus Asien, bei steigender Stückzahl könnte sich eine eigene Fertigung jedoch für den Automobilriesen lohnen.

Mögliche Kooperation

Ein Zusammenschluss aller deutschen Hersteller? Ja auch solche Möglichkeiten werden momentan in Betracht gezogen, treffen aber noch nicht auf breite Zustimmung.  Jedoch ist diese eigene Fertigung ein wichtiger Schritt, denn laut Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht würden „nur noch ein Sechstel der Jobs, die es heute in der Motorenfertigung gibt, übrig“ bleiben, wenn die Produktionsraten von Elektroautos weiter ausgebaut werden und die Autos nur noch eine große Batterie benötigen.

BMW-Mann Schoch fordert daher jetzt bereits: „Um das auszugleichen, müssen wir Batterien und Batteriezellen selbst fertigen.“ Die Autoindustrie steht also vor einer wichtigen Entscheidung.

Eigenfertigung & Stückzahlen

Natürlich hängt die Eigenfertigung mit den ehrgeizigen Zielen von BMW zusammen. Es sollen bald 100 000 Elektroautos verkauft werden. Dann ist es nicht mehr möglich zweieinhalb Tausend Tonnen Batteriezellen  täglich über den Seeweg aus Korea kommen zu lassen. Deshalb lohnt sich ab einer gewissen Größe die Eigenfertigung.

Produktpalette BMW i & iNext

Bald gibt es auch Elektromotoren für den Mini und den X3. Bereits mit Strom fahren der i3, der i8 und andere diverse Plugin-Hybride. 2021 soll ein weiteres Fahrzeug die Münchener Produktionshallen verlassen. Der iNext könnte mit einer Leistung von über 110 kW mit Allrad ausgestattet werden und soll eine Reichweite zwischen 550 und 750 km haben. BMW entwickelt extra für die Elektroautos eine neue Carbon Plattform. Durch leichtere Autos kann die Reichweite deutlich erhöht werden und auch Technik wie Lasersensoren und eine 360-Grad-Umsicht sollen demnächst in den Wagen zur Verfügung stehen. HD Karten von dem Hersteller Here sollen die Naivgation noch genauer machen und es soll zu einem Ausbau der Gestensteuerung kommen. Vielleicht werden wir unsere Wagen bald mit unsere Mimik steuern können.

Fazit

Den Automobilherstellern stehen sehr wichtige, aber auch schwierige Entscheidungen bevor. Langfristig werden Elektroautos viele Arbeitsplätze in der Motoren Produktion kosten und die Hersteller sind in der Pflicht diese Arbeitsplätze aufzufangen, dies können sie nur teilweise mit der Eigenfertigung von Batterien. Hier merken wir die nicht nur positiven Seiten der eMobilität und die möglichen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze vieler Motorenbauer und Zulieferer.

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