In den vergangenen drei Jahren hat BMW eine Studie mit BMW i3-Besitzern durchgeführt, die auf Wunsch ihres örtlichen Stromversorgers automatisch die Ladung ihres Fahrzeugs verzögern, um die Spitzennachfrage auszugleichen. „BMW i ChargeForward“ zeigte nun auf dem Klimagipfel in San Francisco, wie sich Elektromobilität und die Energiewende beim intelligenten Laden perfekt ergänzen.

Intelligentes Laden

Die Idee ist ziemlich einfach. Im Rahmen des Programms werden die Ladevorgänge von BMW i3-Besitzern um bis zu eine Stunde zu verzögert, um die Belastung für das Stromnetz zu reduzieren. Im Gegenzug werden die Besitzer für die möglichen Unannehmlichkeiten entschädigt.

Für den ersten Testlauf erhielten die Besitzer beim Start des Programms eine „Geschenkkarte“ im Wert von 1.000 US-Dollar, und sie konnten bis zu 540 US-Dollar mehr erhalten, je nachdem, wie ihre Ladezeiten betroffen waren.

Mögliche Blackouts

„Wenn alle gleichzeitig um 20.00 Uhr ihr Auto mit Strom volltanken, knallt es im Netz“, sagte Energieexperte Thomas Fritz von Oliver Wyman dem „Handelsblatt“.

Diese sogenannten Lastspitzen können die Leistung von Spitzenlastkraftwerken erforderlich machen. Diese werden zur Bewältigung akuter Ausfälle eingesetzt, wenn Grundlast- oder Mittelastkraftwerke die Versorgung nicht mehr garantieren können. Die Lastspitze ist eine für die Netzbetreiber sehr aufwendige Nachfrage nach Strom, vergleichbar mit einem unerwarteten Kundenansturm, der kurzfristig die Regale leer räumt.

Vorteile des intelligenten Ladens

  • Elektrofahrzeuge können dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren und den Anteil erneuerbarer Energien darin zu maximieren.
  • Fahrer sind bereit, abhängig von Informationsgrad und Anreizen ihre Lade-Gewohnheiten zu ändern.
  • Energieunternehmen können dazu beitragen, die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien tagsüber zu erhöhen, indem sie Unternehmen bei der Einrichtung von Ladeplätzen für deren Mitarbeiter unterstützen.
  • Das Teilen von Energieverbrauchsdaten mit anderen Fahrern ist für viele eine Motivation, ihren Stromkonsum zu optimieren.
  • Programme wie ChargeForward verbessern das Verständnis der Kunden für die Energiewende.

Dr. Joachim Kolling, Leiter der BMW Group Mobility and Energy Services:

„Unser Ziel ist es, den Fahrern unserer Elektroautos Ladeleistung mit möglichst geringen CO2-Emissionen zu äußerst attraktiven Preisen anzubieten“.

Erfolg des Programms

BMW sagt, dass die i3 Besitzer im Programm ihre Autos mit 56% erneuerbarer Energie aufgeladen haben. Im Vergleich zu sonst 22% in Kalifornien.

Das Innovationsprojekt von BMW i in Kooperation mit dem Energieversorger Pacific Gas&Electric (PG&E) besteht seit 2015. Aktuell sind 350 BMW und MINI Besitzer an der Studie beteiligt. Dadurch entsteht zwischen Elektrofahrzeugen und öffentlichem Stromnetz  eine Technologie mit dem Potenzial,elektrisches Fahren nicht nur lokal,sondern vollumfänglich emissionsfrei zu gestalten.

BMW Presse

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