Die Elektromobilität steht bei allen großen deutschen Automobilherstellern im Fokus und BMW konnte mit dem i3 bereits einige Erfahrungen sammeln. BMW Chef Harald Krüger gab nun bei einer Rede in München an, wie er sich die Elektrifizierung für die BMW Group im Detail vorstellt.

BMW i3

„Mit der Markteinführung des BMW i3 hat sich die BMW Group frühzeitig als Pionier im Bereich der Elektromobilität etabliert. Die Elektrifizierung ist eine der wichtigsten Säulen der Strategie des Konzerns NUMBER ONE > NEXT.“ Krüger

Der i3 ist das Steckenpferd der Münchener. In den vergangenen drei Jahren hatte man beispielweise eine Studie mit BMW i3-Besitzern durchgeführt, die auf Wunsch ihres örtlichen Stromversorgers automatisch die Ladung ihres Fahrzeugs verzögern, um die Spitzennachfrage auszugleichen. „BMW i ChargeForward“ zeigte auf dem Klimagipfel in San Francisco, wie sich Elektromobilität und die Energiewende beim intelligenten Laden perfekt ergänzen.

Ausbau der vollelektrischen Modelle

„Bis 2021 wird die BMW Group über fünf vollelektrische Modelle verfügen: den BMW i3, den MINI Electric, den BMW iX3, den BMW i4 und den BMW iNEXT. Bis 2025 soll diese Zahl auf mindestens zwölf Modelle ansteigen. Mit Plug-in-Hybriden, deren elektrische Reichweite im kommenden Jahr deutlich zunehmen wird, wird das elektrifizierte Produktportfolio der BMW Group dann mindestens 25 Modelle umfassen.“

BMW iX3

BMW hat für den iX3 eine neu entwickelte eDrive-Architektur entworfen, die auch zukünftig auf nahezu alle Modelle der BMW Group ausgeweitet werden soll. Die Antriebseinheit wird von BMW mit der „5. Generation“ betitelt.

5. Generation

„Die BMW Group entwickelt derzeit die fünfte Generation ihres elektrischen Antriebsstrangs, bei der das Zusammenspiel von Elektromotor, Getriebe, Leistungselektronik und Batterie zusätzlich optimiert wird. Die Integration von Elektromotor, Getriebe und Leistungselektronik spart ebenfalls Kosten. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Elektromotor keine Seltenen Erden benötigt, so dass die BMW Group ihre Abhängigkeit von deren Verfügbarkeit reduzieren kann.“ Krüger

eMINI

Der Stromer wird als erstes in der 3 Türigen Variante erscheinen. Eine 5 Türige Variante wird auch in den kommenden Jahren erwartet. Nach seinem Debüt 2010 feiert der MINI E 2019 also sein Comeback. Kunden können mit 300 Kilometern Reichweite rechnen, die ähnlich der Reichweite des BMW i3 ist.Der MINI wird in England zusammengebaut, der Antrieb wird aus Bayern kommen. Batterie und Motor werden in den Werken Dingolfing und Landshut gefertigt.

Fahrzeugarchitekturen

„Möglich wird diese Vielfalt durch hochflexible Fahrzeugarchitekturen und ein ebenso flexibles globales Produktionssystem. In Zukunft wird die BMW Group in der Lage sein, Modelle mit vollelektrischem, hybrid-elektrischem  und konventionellem Antriebsstrang auf einer einzigen Fertigungslinie herzustellen. Durch die Integration der E-Mobilität in den Produktionsverbund kann die BMW Group noch flexibler auf die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen reagieren.“ Krüger

Ziele der BMW Group

„Ziel für das laufende Jahr ist es, 140.000 Elektrofahrzeuge an Kunden zu liefern. Bis Ende 2019 erwartet die BMW Group mehr als eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge auf den Straßen.“ Krüger

„Zu Beginn des dritten Quartals hat die BMW Group einen langfristigen Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) für die Lieferung von Batteriezellen im Wert von vier Milliarden Euro geschlossen.“ Krüger

„Ab 2021 werden die Zellen für den BMW iNEXT – der im BMW Group Werk Dingolfing gefertigt wird – aus dem neuen CATL-Werk in Erfurt geliefert. Damit hat die BMW Group die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität in Deutschland verankert – von der Produktion von Batteriezellen bis zum fertigen Fahrzeug.“  Krüger

Zukunft sichern

Die BMW Group gründet gemeinsam mit Northvolt und Umicore ein gemeinsames Technologiekonsortium und unternimmt damit einen weiteren Schritt, um den Zugang zur wichtigen Zelltechnologie sicherzustellen. Die Zusammenarbeit wird sich auf die Entwicklung einer vollständigen, nachhaltigen Wertschöpfungskette für Batteriezellen in Europa erstrecken, einschließlich der Entwicklung.

Fazit

Klingt nach einem umfassenden und nachhaltigen Plan. Ich bin gespannt auf deren Umsetzung und freue mich auf die ersten Modelle des MINI E und des iX3.

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