Der amerikanische E-Scooter Sharing Spezialist Bird bereitet sich auf die Einführung in mehr als 50 weiteren Städten in ganz Europa in diesem Frühjahr vor. Diese Ankündigung kommt sicherlich nicht überraschend, zumal sich die Wetterbedingungen für die E-Scooter Nutzung in Europa durch den kommenden Frühling deutlich verbessern. Elektrische Scooter werden im Winter gerade in nördlichen Breitengraden deutlich weniger gern gemietet. Jetzt ist es an der Zeit für die Offensive der einzelnen E-Scooter Sharing Unternehmen, und Bird macht schon mal eine fette Ansage.

Wann ist Bird mit seinen E-Scootern in Europa gestartet?

Zur Erinnerung: gerade einmal ein knappes Jahr ist es her, da begann Bird seine Expansion nach Europa. Gestartet wurde mit dem Sharing Modell in Paris.

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Heute betreibt Bird seine elektrischen Roller insgesamt in elf europäischen Großstädten, darunter neben Paris in London, Lyon, Madrid, Brüssel, Wien und Zürich. Mit dem geplanten Start wird sich die europäische Flottengröße von Bird mehr als verzehnfachen.

Welche Wachstumsziele hat der Sharing Anbieter Bird?

“Weltklasse-Marken und -Unternehmen haben die Fähigkeit zu wachsen und zu skalieren”, sagte Vogel-CEO Travis VanderZanden in einer Erklärung. “Wenn wir die globale Präsenz von Bird ausbauen, werden wir unübertroffene Innovationen, Engagement für Fahrer, Nachbarschaften und Städte und operative Exzellenz demonstrieren und gleichzeitig eine explosive Laufleistung erzielen. Diese Formel wird großen Einfluss und Fortschritt auf unsere Mission haben, unsere Städte und Gemeinden lebenswerter zu machen.”

Bird: in mehr als 100 Städten weltweit unterwegs

Vor dem aggressiven Launch in den 50 weiteren europäischen Städten ist der E-Scooter Sharing Anbieter in mehr als 100 Städten weltweit unterwegs. Doch nicht überall werden neue Mitarbeiter gesucht. In den USA hat Bird vor wenigen Wochen 4-5 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Die Entlassungen waren Teil des jährlichen Leistungsbeurteilungsprozesses von Bird und betrafen ausschließlich Mitarbeiter in den USA.

Welchen Wettbewerbern sieht sich Bird in Europa gegenüber?

Bird ist neben Lime einer der beiden großen amerikanischen E-Scooter Sharing Anbieter. Beide streben neben ihrem Heimatmarkt in den USA vor allem in die finanzstarken europäischen Metropolen mit ihren elektrischen Scootern.

Doch hier in Europa haben einige lokale E-Scooter Sharing Unternehmen Stellung bezogen. Alleine aus Berlin treten mit Tier, Flash und Wind drei gut finanzierte Anbieter mit ihren elektrischen Scootern an. Ihnen fehlt bislang die Basis im Heimatmarkt, da Deutschland sich als eines der ganz wenigen Länder weltweit nach wie vor nicht zu einer legalen E-Scooter Nutzung durchringen kann. Seit einigen Wochen wird zwar die Gesetzesvorlage quer durch den Mediendschungel getrieben, aber legal auf den Straßen sind per 17. April 2019 die E-Scooter immer noch nicht. Traurig und aus Sicht der deutschen Anbieter bestimmt nicht förderlich.

Ein weiteres E-Scooter Mobility Startup kommt aus Schweden und heißt Voi, hier ist u.a. auch Project A als Venture Capitalist mit beteiligt, wir haben berichtet.

Unser Fazit zur europäischen Expansion von Bird

Bird macht Ernst und expandiert in 50 europäische Städte. Das notwendige Kleingeld dafür hat es sich bereits von finanzstarken Finanziers geholt. Während unsere Politik in Deutschland weiter über den Einsatz der E-Scooter lamentiert, müssen die deutschen E-Scooter Anbieter mühsam in europäischen Städten ihre Erfahrungen sammeln. Kaum zu glauben, dass am Ende einer der deutschen Anbieter im globalen Rennen die Nase wird vorne haben können.

Bird hingegen sehe ich als einen der großen, globalen E-Scooter Anbieter. Bei meinem Besuch in Tel Aviv habe ich die Bird E-Scooter ausgiebig genutzt und war durchweg begeistert. So macht E-Scooter Sharing und vor allem der Transport auf der letzten Meile in unseren Städten Spaß.