AVA – „Meteorologie“ für die Sicherheit

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AVA: Meteorologie für die Sicherheit
Quelle: AVA

AVA – Meteorologie für die Sicherheit. Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit ihrem nagelneuen Auto in eine deutsche Großstadt – sei es Hamburg, München oder Berlin, sei es geschäftlich oder privat. Dort angekommen, ist es immer das gleiche: Wo kann ich parken? Und vor allem: Wo kann ich so parken, dass nachher noch alle Spiegel heile sind oder worst case: das eben nicht ins Auto eingebrochen wurde. Aber woher wissen, wo es sicher ist? AVA hätte da eine Lösung anzubieten.

AVA – all is good

Das ist der Slogan des Berliner Startup. Dahinter steckt seine Vision: Eine sichere Welt schaffen. Die Gründer Sascha Knopp und Aleksander Stojanovic wollen mit ihrer Erfindung die Sicherheit von Menschen, Organisationen, Unternehmen, ja sogar von Städten und Ländern zuverlässiger gewährleisten. Das System überwacht einen Massenstrom von Daten und berechnet daraus einen Sicherheitswert für Orte und auch Personen. In Echtzeit sollen damit Aussagen über statistisches und momentanes Risiko getroffen werden können, wie auch Vorhersagen. Gründer und CEO Sascha Knopp beschreibt das so: „AVA ist wie Meteorologie – nur eben nicht (nur) für das Wetter, sondern für die grundlegende Sicherheit von Orten.“

Aktiv und präventive Sicherheit – global und lokal

Analysiert werden öffentlich zugänglichen Informationen, Statistiken, Daten von Behörden und Unternehmen sowie Social Media Daten. Die Risikobewertungen basieren auf Kategorien wie Kriminalität, Feuer, Naturgewalten usw. Aufgrund der Bewertung werden Warnungen ausgesprochen, die dem User auch direkt auf’s mobile Endgerät gesendet werden können – aktiv wie präventiv. AVA sieht sich dementsprechend sogar als Spamfilter: Basierend auf persönlichen Angaben oder z.B. der Automarke werden nur die relevanten Risiken in der momentanen Situation ausgegeben. Die Handlungsentscheidung aber bleibt letztendlich der Person selbst überlassen. Aber eben mit den momentan relevanten Infos zur eigenen Sicherheit.

Auf der Straße mit AVA

Für Autofahrer ist AVA insofern hilfreich, als dass das System wirklich Aussagen über die Sicherheit der Parksituation gibt. Verbunden mit dem Navi, wäre auch die Berechnung der sichersten Route eine weitere Möglichkeit AVA einzusetzen. Dafür muss man gar nicht direkt auf Kriminalität abzielen. Denn: So könnte man unfallträchtige Strecken schon im Vorhinein vermeiden. Auch im Hinblick auf die Entwicklungen im Connected Car Bereich sicherlich ein weiteres, spannendes Feature. Die Stigmatisierung von Orten darf hier aber nicht unterschätzt werden. Je öfter an einem Ort etwas passiert, desto risikoreicher wird er natürlich eingeschätzt. Da bleibt die Frage nach möglichen Auswirkungen.

Sicherheit – Zwei Seiten einer Medaille

In Zeiten der großen Diskussionen über Datenschutz hört sich Datensammeln und -auswertung recht kontrovers an. Auf der Webseite von AVA heißt es „always there and aware“ und „silently working in the background“. Aus dem Kontext herausgenommen, klingt das ziemlich nach Big Brother. Aber seien wir mal ehrlich: Jeder der Facebook, Instagram, und Co. nutzt, hat sich und seine persönlichen Information der datenhungrigen Krake schon freiwillig hingegeben. Und das noch nicht mal unter den doch strikteren Datenschutzrichtlinien der EU, denen sich AVA auf der anderen Seiten unterworfen hat. „Privacy by design“ heißt es dort.

Schutz hat seinen Preis

Es ist eben, wie es immer ist: Für Sicherheit bezahlt man einen Preis. Je höher die gewährleistete Sicherheit sein soll, desto höher der Preis. Sprich im digitalen Zeitalter: desto mehr Daten muss man offenbaren. Das ist an sich nichts schlechtes, man möchte die Sicherheit ja. Auf der anderen Seite kann man sich nie sicher sein, was tatsächlich mit den eigenen Daten passiert. Es ist ein nobles Anliegen, dem sich AVA verschrieben hat – zielgerichtet Risiken erkennen und davor warnen. Aber selbst mit der Versicherung, die Datenschutzrichtlinien absolut einzuhalten, wird es ein kontroverses Thema bleiben.

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Quelle: AVA

AVA ist momentan noch auf der Suchen nach konkreten Umsetzungsgebieten. Wir dürfen also gespannt bleiben, wohin der Weg führt.

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