Audi e-tron: Weltpremiere des ersten rein elektrischen Serienmodells der Marke

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Nach jahrelanger Sichtung von Konzeptfahrzeugen und Prototypen hat Audi endlich die Serienversion des Elektro-SUV e-tron in den USA auf den Markt gebracht. Der Audi e-tron ist das erste rein elektrisch angetriebene Serienmodell der Marke. In San Francisco präsentiert das Unternehmen seinen Oberklasse-SUV erstmals der Weltöffentlichkeit.

Werbekampagne

In der vergangenen Woche startete Audi vor dem offiziellen Launch eine Werbekampagne für den Elektro-SUV e-tron. Man veröffentlichte schrittweise interessante Details zur Rekuperation oder dem Boost Modus. Die Spannung stieg, da Konzept und echtes Fahrzeug unterschiedliche Power und Spezifikationen haben sollten.

Werte des e-tron

  • Bis zu 300 kW maximale Leistung für acht Sekunden.
  • 165 kW an der Hinter- und 135 kW an der Vorderachse
  • Drehmoment: 664 Nm.
  • 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. (Hierfür muss die Fahrstufe von D auf S gestellt werden.)
  • normale Systemleistung von bis zu 265 kW und 561 Nm.
  • bei normaler Systemleistung beschleunigt der e-tron in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h.

Preis

Der Audi e-tron fährt im CO2-neutralen Werk in Brüssel vom Band. Die ersten Auslieferungen an europäische Kunden sind für Ende 2018 geplant. In Deutschland beträgt der Grundpreis des Elektro-SUV 79.900 Euro. Eine spezielle „Edition One“ kommt erst im zweiten Quartal 2019 auf den US-Markt und erreicht vor Incentives 86.700 US-Dollar, gefolgt von einer Basisversion ab 74.800 US-Dollar.

Technik

Die Energie erhält der Audi aus einem flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 95 kWh. Aufgeteilt ist die Batterie in 36 Module, die jeweils über zwölf Pouch-Zellen mit je 60 Ah bestückt sind.  Audi hat ein wassergekühltes Wärmemanagementsystem entwickelt, das Wärme durch ein Gel um jedes Modul leitet.
Das Gehäuse im hinteren Teil des Fahrzeugs ist etwas höher, da es eine zweite Schicht von Batteriemodulen aufweist. Der Autohersteller behauptet, dass das Wärmemanagementsystem dem e-tron ermöglicht, seine ganze Kraft wiederholt ohne Verlust freizusetzen und seine klassenführende 150-kW-Laderate zu erreichen.

Schnellladefähigkeit

Wo der e-tron sich von Elektro-SUVs und Elektrofahrzeugen im Allgemeinen abhebt, ist die Schnellladefähigkeit. In Serien-Elektrofahrzeugen hat Tesla heute die führende Schnellladegeschwindigkeit von 120 kW. Die Schnell-Ladefähigkeit will man bei Audi mit bis zu 150 kW erweitern und damit eine große, langstreckentaugliche Reichweite erreichen. Der e-tron soll von 0 auf 80% Kapazität in ungefähr 30 Minuten geladen werden können.

Zuhause laden

Für die Ladung zuhause hat Audi ein 11 kW-Bordladegerät beigelegt. Der Autohersteller plant auch, eine doppelte bordeigene Aufladungsoption anzubieten, um leistungsfähigere Level 2 Ladegeräte zu nutzen. Optional bietet Audi auch ein eigenes Level-2-Ladegerät an.

Die „Connect“ -Version ermöglicht intelligente Funktionen wie die Nutzungsdauer des Ladens sowie die Anbindung eines intelligenten Solar-Wechselrichters zum Laden mit Solarenergie, wenn der Standort mit einer Solaranlage ausgestattet ist.

Rekuperation

Der deutsche Autohersteller hat kurz vor der Prämiere neue Details zur Rekuperation des e-tron quattro gebracht. Man behauptet, dass der e-tron quattro seinen alten Claim „Vorsprung durch Technik“ mit einer ganzen Reihe von Rekuperationsansätzen wiederbeleben will.

Bergab aufladen

Der Autohersteller gibt an, dass der e-tron quattro durch die Regeneration für jeden bergab gefahrenen Kilometer 1 km Reichweite zum Akku hinzufügt. Diese Theorie wurde am Pikes Peak auf die Probe gestellt:

„4.302 Meter ragt der Pikes Peak in den südlichen Rocky Mountains in die Höhe. Wo Walter Röhrl 1987 mit dem Audi Sport quattro S1 das berühmteste Bergrennen der Welt gewann, sorgt jetzt der Audi e-tron-Prototyp mit seinem variablen und damit effizientesten Rekuperationssystem im Wettbewerb für Aufsehen. Auf seiner 31 Kilometer langen Bergabfahrt speist der Elektro-SUV so viel Energie in die Batterie zurück, dass er damit etwa die gleiche Streckenlänge zusätzlich zurücklegen kann. Die Voraussetzung dafür schafft der Höhenunterschied von zirka 1.900 Metern. Der Audi e-tron-Prototyp rekuperiert mit bis zu 300 Nm Drehmoment und 220 kW elektrischer Leistung – das sind mehr als 70 Prozent seiner Antriebsleistung. So viel schafft kein Serienmodell bisher.“ (Audi Mediacenter)

Virtuelle Seitenspiegel

Der e-tron wird auch das erste Fahrzeug von Audi, das über die Technologie des „virtuellen Seitenspiegels“ verfügt. Dieses Feature ermöglicht es Audi, den cW-Wert um einige Punkte zu reduzieren und die Effizienz zu verbessern. Der Spiegel wird durch eine Kamera in einem kleineren Gehäuse und ein OLED-Display in der Tür ersetzt. Derzeit nur in Europa erlaubt, kostet dieses Feature optional 1.400 Euro. (Audi Mediacenter)

Connectivity

Der Audi e-tron ist umfassend vernetzt. Von der Navigation mit dem e-tron-Routenplaner, der die passende Strecke mit den erforderlichen Ladepunkten anzeigt, über die automatisierte Abrechnung an der Ladesäule bis zur Fernsteuerung per Smartphone.

Serienproduktion

In Brüssel begann Anfang September die Großserienfertigung, mit der Audi in die Zukunft starten will. Die Vorbereitungen für den Produktionsstart in Brüssel laufen seit Sommer 2016. Umfassende Restrukturierungen seien notwendig gewesen, um fit für die Serienproduktion zu sein, erläuterte Peter Kössler, Vorstand Produktion und Logistik der Audi AG beim Pressetermin mit Patrick Danau, dem Sprecher der Geschäftsführung von Audi Brussels.

Fazit

Audi meint es ernst.  Für EV-Enthusiasten hält der e-tron viele neue Möglichkeiten bereit. Aus technologischer Sicht sieht der Audi wie ein solides neues rein elektrisches Fahrzeug aus. Vorsprung durch Technik. Der e-tron macht den Anschein, als würde er diesen Werbeslogan wieder bestätigen.

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