In schönen Zell am See in unserem Nachbarland Österreich wurde Ende Februar ein Anwendungsfall für eine Drohne als Personenretter geprobt. Die Rettung einer Person, die im Eis eingebrochen ist, wurde von der Drohne geprobt und erfolgreich gemeistert. Ein echter Härtefall für den Einsatz dieser neuen Flugtaxis.

Wer waren die Testpartner für diesen Drohneneinsatz in der Personenrettung?

Die Kooperation wurde zwischen dem österreichischen Mobility Vordenker IONICA mit der SAMARITERBUND Wasserrettung Zell am See durchgeführt. Im Zuge einer geplanten Übung wurde versucht, eine vermeintlich im Eis eingebrochene Person mit einer Drohne zu bergen – spektakulär, wie wir finden.

Erster Versuch eines Drohnen Flugeinsatzes zur Rettung am Zeller See

“Uns ist bislang nicht bekannt, dass ein derartiger Versuch schon einmal gestartet wurde”, sagt Michael Kling, Ausbildungsleiter der Zeller Rettungsschwimmer. Die Wasserretter haben das Set-up der Übung aufgebaut und den Test begleitet. “Welche Übung wir auch immer durchführen, Sicherheit ist stets das A und O und wir achten penibel darauf, dass alle Vorkehrungen getroffen werden.”

Anwendungsfall: eine Drohne zur Personenrettung im Eis

Was wollen die beteiligten Testpartner mit diesem Drohnen Rettungseinsatz zeigen?

Eine derartige Übung wurde noch nie durchgeführt. Das Mobility Unternehmen IONICA möchte aufzeigen, welche sinnvollen Anwendungsgebiete für Mobilität von morgen es gibt und welche sich unmittelbar auf denkbare Szenarien des Alltags anwenden lassen.

Welche Drohne kommt zum Einsatz bei diesem Rettungstest?

Für diesen Rettungseinsatz kommt eine Drohne zum Einsatz, die ein spezieller Multicopter ist. Jener wurde zwar nicht für derartige Zwecke konzipiert, doch eignet er sich hervorragend für diese Rettungs-Simulation. Die Drohne wurde bei der Firma INFINEON gebaut und lässt sich präzise über den See steuern. Hier lässt sich die Schlagkraft dieser Multicopter, der Prozessoren und der Steuerungssysteme bestens beweisen. “Ein Einsatzzweck im Sinne der Sicherheit wie dieses ist in Zukunft durchaus denkbar, die wenigsten Leute wissen, wozu Drohnen wie diese eigentlich im Stande sind.”

Welche weiteren Anwendungsfälle für einen Drohnen Einsatz am See sind denkbar?

Eine Drohne zur Wasserrettung kann eine ganze Reihe von Vorteilen ausspielen. Das ist in dem Video sehr schön anhand der sehr schwierigen und für die Helfer risikoreichen Zugänge zum Verunglückten im Eis zu erkennen. Doch es kann sich ja auch im Sommer um Unfälle handeln, die sich nicht direkt in Ufernähe ereignen. Hier gilt es für die Einsatzkräfte eine längere Strecke zum Verunfallten zurückzulegen. So kann quasi vorab das Einsatzmittel, wie etwa ein Rettungsring, per Lufttransport eingeflogen werden.

Welche Vorteile hat eine Drohne gegenüber einem Helikopter?

Dabei zeigen sich entscheidende Vorteile einer Drohne gegenüber beispielsweise einem Helikopter. Zum einen ist die Drohne weitaus günstiger als ein Hubschrauber. Zum anderen kann die Drohne als Lufttaxi dank der niedrigen Flughöhe auch bei schlechter Sicht eingesetzt werden.

Was ist IONICA und wie geht es weiter?

Das IONICA Team zeigte mit dieser erfolgreich verlaufenen Übung, “welche sinnvollen Einsatzgebiete es in der Mobilität von morgen gibt”, sagt Sebastian Vitzthum, Mastermind und Projektleiter der IONICA. IONICA selbst versteht sich als Impulsgeber, Wegbereiter, Vordenker. Als Europas größter Green-Event liefert die IONICA Denkanstöße und Antworten auf die großen Fragen der Mobilität von morgen. Das tut sie im Zuge des 2. World Mobility Forums im Ferry Porsche Congress Center in Zell am See vom 17. – 19. Juni 2019 und der E-Mobility Expo-Show-Action vom 21. – 23. Juni 2019.

Anwendungsfall: eine Drohne zur Personenrettung im Eis