Auf der Automechanica in Frankfurt gab es erstmals eine eigene Halle für die Präsentation der Fortschritte in Sachen eMobilität. Neben der Deutschen Post mit Ihrem eScooter zeigten internationale Software- und Hardwareschmieden ihre digitalen Anwendungen, die Bundeswehr warb um Rekruten und dazwischen glänzten eBikes und eScooter für Business Anwendungen.

Spannender Prototyp auf dem ZF Stand

Einer der für mich herausragenden Stände war der ZF Stand, geleitet durch das Messeteam der ZF Friedrichshafen, früher einmal als Zahnradfabrik vom Bodensee bekannt.

Hier entdeckte ich einen für mich gänzlich neuen Prototyp – das sogenannte ZF Advanced Urban Vehicle. Wichtig ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass ZF nun nicht gerade vor hat, in den Markt der eAutos einzusteigen. Nein es geht vielmehr um das bessere Aufzeigen der technischen Möglichkeiten von Produkten mit Elektromotoren. Und so hat ein Team des  drittgrößten deutschen Automobilzulieferers einen Prototypen gebaut. Quasi ein Konzeptfahrzeug für das bessere Verständnis, wie denn in Zukunft der Verkehr in der Stadt laufen könnte.

Das Advanced Urban Vehicle parkt ganz allein ein

In dem hier gezeigten und ganz spontan aufgenommenen Video werden von der netten jungen Dame einige interessante Details erklärt. Die Vernetzung bestehender Technologien und Systeme im Fahrzeug, also z.B. der Fahrwerk-, Antriebs- und Fahrerassistenzsysteme, können dem Fahrer viel Arbeit abnehmen. Da parkt das Konzeptauto auch schon mal allein ein, initiiert von der App auf dem Smartphone oder gar der digitalen Uhr.

Dieser sogenannte „Smart Parking Assist“ ist eine der heute von ZF präsentierten Lösungen: diverse Ultraschall- und Infrarotsensoren sind rund um das Auto angebracht und scannen das Umfeld des Fahrzeugs und halten sogar nach Parklücken Ausschau. So wird autonom das Parkhaus angefahren, welches freie Plätze vorhält und damit wertvolle Zeit gespart. Eingeparkt wird entweder mit Passagieren an Bord oder eben auch gerne mal ohne solche. Per Signal erledigt die elektronische Assistenz das Einparken auch ganz allein.

Doch nicht nur das lästige Kurbeln beim Einparken kann zukünftig verschwinden. Die Kollegen von ZF fahren mit diesem Advanced Urban Vehicle emissionsfrei. Sie haben in ihrem Elektroauto einen elektrischen Antrieb eingebaut. Ich bin gespannt, welche weiteren Entwicklungen aus Schweinfurt kommen werden. Das ZF hat vor wenigen Monaten dort seine Elektrosparte als eigene Unit zentriert. Wir werden weiter berichten.