Teslas massive Powerpack-Batterie in Australien kostete 66 Millionen Dollar und könnte bereits 17 Millionen Dollar eingebracht haben. Tesla Energy hat den Unterschied in Q1 gemacht und dabei geholfen, die Umsatzerwartungen im ersten Quartal 2018 mit über 400 Millionen US-Dollar zu übertreffen.

Das Projekt – 129-MWh-Powerpack

Als der Gründer Galileo Russel Tesla Chef Elon Musk über die Auswirkungen der Online-Schaltung des riesigen 129-MWh-Powerpack-Projekts in Südaustralien befragte, antwortete der CEO:

„Ich denke, es hatte eine tiefgreifende Wirkung. Süd Australien hat die Chance genutzt, den größten Akku der Welt zu bauen, und es hat wirklich gut funktioniert. Wenn Sie die Artikel lesen, hat es weit über den Erwartungen gelegen, weil die Batterie im Millisekundenbereich reagieren kann – viel schneller als jede Kohlenwasserstoffanlage. So war seine Netzstabilisierung tatsächlich schneller als eine Gasturbinenanlage, die normalerweise recht schnell anspricht.“

Peaking-Kraftwerke

Teslas 100 MW / 129 MWh Powerpack-Projekt in Südaustralien bietet die gleichen Netzdienste wie Peaking-Kraftwerke , aber billiger, schneller und emissionsfrei durch sein Batteriesystem. Peaking-Kraftwerke sind Kraftwerke, die in der Regel nur dann betrieben werden, wenn eine hohe Nachfrage nach Strom besteht. Da sie nur gelegentlich Strom liefern, ist die gelieferte Leistung pro Kilowattstunde viel teurer als die Grundlast.

Das Batteriesystem von Tesla hat bereits  im Januar in nur wenigen Tagen rund 1 Million US-Dollar umgesetzt und es erweist es sich als viel effizienter als die Mittel, die Netzbetreiber im Allgemeinen verwenden, um das Netz zu stabilisieren.

Kosten & Nutzen

Neoen, Teslas Partner in dem Projekt, will an die Börse und dieser Zufall hat uns einige schöne Einsichten beschert. Der gigantische Akku kostete etwa 66 Millionen US-Dollar und soll in den ersten sechs Monaten des Betriebs bereits 17 Millionen US-Dollar eingespart haben. Insgesamt wird geschätzt, dass die riesige Batterie von Tesla in Australien die Netzdienstkosten um 90% reduziert hat.

Neoen

Die Energiespeicherkapazität wird von Neoen verwaltet, die den angrenzenden Windpark betreiben. Letzte Woche hat Neoen einen Börsengang auf dem Pariser Finanzmarkt beantragt und in seinen Registrierungsunterlagen hat das Unternehmen neue finanzielle Details über das Projekt veröffentlicht.

Das französische Energieunternehmen gab bekannt, dass das gesamte System 56 Millionen Euro kostete. Der Return on Investment ist ebenfalls höchst interessant. Das französische Unternehmen gab bekannt, dass sie 8,1 Millionen Euro für die Netzdienstleistungen und Energieverkäufe und 6,7 Millionen Euro für die Speicherung und den Verkauf von Elektrizität aus dem Windpark Hornsdale bereitgestellt haben.

Es ist unklar, wie Neoen den Wert des gespeicherten Stroms seinem Windpark zuordnet, da man die beiden Assets als Ganzes in Bezug auf die Einnahmen abbildet. Oberflächlich betrachet würde es bedeuten, dass das Batteriesystem ungefähr zwischen 10 und 17 Millionen US-Dollar in 6 Monaten Betrieb erzeugt hat. Die Betriebskosten werden in den Börsenschriften nicht deutlich gemacht, aber man kann davon ausgehen, dass sie relativ niedrig sind.

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