1500 km entfernt von Deutschland…Was kann die Entfernung über die Fakten sagen? Welche Einflüsse kann die Entfernung haben? Übliche Überschriften in den Zeitungen zum Thema Emobilität in Deutschland sind: „Das Märchen von der Elektromobilität“, „2026 kommnt das Aus für den Verbrennungsmotor“, „Die Innovation aus dem ersten Stock“ usw. (Quelle: Spiegel Online, 2017). Im Vergleich zu Deutschland erschienen in serbischen Zeitungen gegensätzliche Überschriften: „Nutzung von E-Autos ist unmöglich“ (Quelle: N1), „E-Autos in Serbien brauchen Regeln“ (Quelle: RTS), „Wo kann man Ladenstationen in Serbien finden“ (Quelle: Mondo).

Am Anfang war…

Im Jahr 2007 bekam Serbien die Gelegenheit, die eigene Herstellung von Elektroautos voran zutreiben. Das Projekt „Treffen mit der Zukunft“ brachte zwei Prototypen von Autos mit Elektromotoren hervor. Leider wurde das zukunftsträchtige Projekt trotzdem gestoppt. Der Hauptgrund war die ökonomische Krise die Serbien beherrschte.

Nach fünf Krisenjahren (2012) entstand das Gerücht, dass man das Elektroauto in Serbien in 5 Jahren nutzen würde. Die größte Herausforderung war ähnlich wie in Deutschland:

  • Plätze für Ladestationen finden, bzw. eine funktionstüchtige Infrastruktur für Eautos aufbauen

Der ursprüngliche Plan war, dass man die Ladestationen in Shopping Zentren, in der Nähe der Arbeitsplätze oder in öffentlichen Parkhäusern finden sollte. Neben der Infrastruktur gab es noch ein Problem – den Preis.

Aus diesen Fakten zieht man nur einen Schluss – alles Wichtige passiert in Serbien einmal alle fünf Jahre. Heute ist 2017. Was hat sich in Serbien im Zeitraum von 2012. bis 2017. getan? Wo steht Serbien jetzt? Und gibt es Elektroautos auf serbischen Straßen? Die Fortsetzung folgt…

Gegenwart und Realität

TANJUG

Dieses Jahr fand die Automesse in Belgrad vom 24. März bis zum 2. April statt. Dort stellten 344 Teilnehmer ihre neuen Modelle vor. Eine wirkliche Erfrischung auf dieser Messe waren die Elektroautos. Die weltweit bekannten Hersteller führten den Besuchern fünf Modelle neuer E-Autos vor – BMW i3, BMW i8, Kia Optima, Honda NSX, e-GOLF. Allerdings kann man sich die Frage stellen – Welche Perspektiven hat die neue Generation der Autos in Serbien? Welche Leistungen konnte sie auf dem serbischen Automarkt oder in der Autoindustrie erreichen?

Die Experten sind der Meinung, dass sich die Herausforderungen von vor fünf Jahren nicht deutlich verändert haben. Das Einkommen der Bevölkerung hat sich nicht erhöht, aber das Ladestationenetz hat sich weiterentwickelt. Die erste Ladestation ist seit Juli 2017 im Betrieb und befindet sich an der Grenze zwischen Serbien und Mazedonien. Die Anderen wurden während des Monats August installiert – an der Grenze zwischen Serbien und Kroatien, zwischen Serbien und Ungarn und zwischen Serbien und Bulgarien. Hier kann man gleichzeitig drei Autos aufladen und deshalb Zeit sparen. Nicht nur an den Grenzen, sondern auch in Belgrad in öffentlichen Parkhäusern kann man Ladestationen finden, um seinem „E-Freund“ zu helfen. Die Nutzung von Ladestationen ist kostenfrei.

Die Autoindustrie sagte vorher, dass Serbien bis 2020 um die 1000 Ladestationen benötigt. In Serbien ist die Anmeldung des E-Auto gleich wie die eines Autos mit Verbrennungsmotor. Allerdings ist eine Besonderheit, dass Nutzer dieser Verkehrsmittel keine Kraftfahrzeugsteuer bezahlen sollen.

Automesse in Belgrad

Was sind die Vorschläge für eine Verbesserung?

Wenn sich etwas schnell weiterentwickeln soll, wird immer Hilfe benötigt. Manche betonen, dass die Lösung für die Zukunft der E-Mobilität in Serbien auf Subventionen der Regierung beruht. Andere Vorschläge sind: kostenlose Parkplätze, die Möglichkeit zu benutzen „schneller Strecke“ bzw. gelbe Strecke, die nur für Taxi und Bus sind und die Ausprägung der Rolle von Autos mit Elektromotor für die Natur.

Ich bin der Meinung, dass Serbien noch immer nicht bereit ist der Zukunft ins Auge zu schauen. Abwarten wie lange die Entwicklung in diesem Bereich dauert.

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