Wenn es nach dem Aachener Startup e.Go Mobile geht, könnte er schon heute auf den Markt kommen, der neue e.Go Life, ein City-Stromer, der mit besonders hoher Reichweite und verhältnismäßig kleinem Preis punkten soll. Bis Mai müssen wir aber noch warten, bis wir reinspringen können. Auf der Cebit wurde er dieses Jahr natürlich bereits vorgestellt und bei unserer Serie zum Startup-Tuesday wollen wir heute nochmal einen genauen Blick auf die deutsche E-Innovation werfen und untersuchen, welche Chancen der Elektro-Flitzer haben kann.

Das kann der e.Go Life

Das Besondere gleich vorneweg: e.Go Mobile macht Elektromobilität finanzierbar. Die Idee wird auf dem RWTH Aachen Campus rund um Produktionsforscher Prof. Günther Schuh entwickelt. Er ist gleichzeitig CEO des Startups.

„Elektromobilität, die Spaß macht, praktisch und bezahlbar ist“
Vision der e.Go Mobile AG

Die Idee hinter dem Unternehmen ist es, dass Industrie 4.0 Technologien hochiterative Entwicklungsprozesse ermöglichen und so eine besonders kostengünstige Prototypen- und Kleinserienproduktion begünstigt wird. Tatsächlich hat die Entwicklung und Produktion des Prototypen nur etwa ein Jahr benötigt. Zu dem Portfolio des Startups gehört übrigens neben dem Kleinwagen e.GO Life auch die Kart-Pedelec-Mischung e.GO Kart.

Nach eigenen Angaben sollen für die Marktproduktion mehr als 150 Mitarbeiter eingestellt werden, die dann bis zu 10.000 Elektroautos pro Jahr fertigen können. Ab Mai kann es in einer Basisversion für knapp 16.000 Euro vorbestellt werden. Good to know: Mit dem erhofften Umweltbonus werden es vielleicht auch nur 12.000 Euro.

Mit seinem Elektromotor kann der kleine eFlitzer mit 30 kW von 0 auf 50 km/h in weniger als 5 Sekunden beschleunigen. Die Batterie der Basisversion leistet 14,4 kWh, was eine Reichweite von 100 Kilometern bedeutet. Mithilfe eines Energiespeichers mit 19,2 kWh wird die Reichweite jedoch auf bis zu 130 km erhöht. Perfekt für die Stadt, jedenfalls im Sommer, denn im Winter, wenn Heizung und Licht die Batterie zusätzlich fordern könnte die Reichweite tatsächlich zur Herausforderung werden. Die Option Batterieeinheiten mit bis zu 60 kWh einzubauen, wäre für einige Kunden sicherlich interessant. Der e.GO Life braucht übrigens nur sechs Stunden um komplett aufzuladen, das e.GO Kart braucht etwas mehr.

Welche Chancen hat der e.Go Life?

Überlegenswert ist es, welche Zielgruppe der e.Go Life ansprechen soll. Der aktuelle Sharing-Trend steht zwar in Deutschland noch unter kritischer Beobachtung, vor allem aber international ist er eine ernstzunehmende Alternative zum eigenen Auto, gerade in Großstädten. Im Netz geht es häufig darum, dass sich der e.Go Life als innerstädtisches Flottenfahrzeug anbietet. Beispielsweise für private Dienstleister oder Pflegedienste.

Vergleicht man die verschiedenen E-Autos mit ähnlicher Reichweite auf dem Markt mit dem e.Go Life, so hebt er sich deutlich ab. Besonders mit dem smart Electric Drive zieht der in Preis-Leistung gleich.

Bild: © e.GO Mobile AG

Kommentar verfassen