Der Markt für Elektroautos ist weltweit noch klein. Doch China trumpft weiter auf und zeigt beeindruckend, wie eMobilität erfolgreich möglich ist. Über eine halbe Millionen Autos wurden im vergangenen Jahr in China zugelassen. In Deutschland nur knapp über 25.000 Autos.

Die Rolle der Elektromobilität

Für die Chinesen hat die eMobilität eine entscheidende Rolle auf den Märkten eingenommen. Während das Wachstum nur langsam voran schreitet ist China auf der Überholspur. Die Studie des Center of Automotive Management (CAM) beweist die internationale Vorreiterrolle von China. 507.000 zugelassene Autos, der Anstieg des Marktanteils von 1,3 auf 1,8 Prozent der Neuzulassungen.

Quotensystem in China

Besonders die Einführung des Quotensystems, welches bald wirksam werden wird, treibt die eMobilität an. Hersteller müssen dann eine Elektromobilitäts-Quote von 8 Prozent im Jahr 2018 und 12 Prozent ab 2020 erreichen. Errechnet wird die Quote anhand der Reichweiten und der Art der Fahrzeuge. Derzeit kalkulieren Hersteller mit der Faustformel, dass es vier Punkte für ein reines Elektroauto gibt und zwei Punkte für ein Plug-In Hybrid.

Und was ist mit Norwegen?

Die norwegische Regierung fördert Besitzer bereits seit Jahren intensiv. Das ergibt eine Quote von fast 30% Elektroautos bei der Zahl der Neuzulassungen. In Norwegen wurden 45.000 neue Elektroautos zugelassen. Im Verhältnis liegt Norwegen als vor China.

EU und USA

In Großbritannien wurde die Anzahl der verkauften E Fahrzeuge erneut gesteigert. Rund 37.000 KFZ wurden verkauft, welches ein Plus von 29 Prozent für die Briten bedeutet. In Frankreich sind die Neuzulassungen von eFahrzeugen um 28 Prozent auf 29.179 Einheiten gestiegen, davon sind nur 33% Plugin Hybride.

In den USA sind die Neuzulassungen ebenfalls um starke 38 Prozent angestiegen. Dies entspricht 157.000 eFahrzeugen, davon rund 84.000 rein batterieelektrische KFZ.

Deutschland hinkt hinterher

Die Quote in Deutschland liegt bei einem Plus von knapp 7%. Die Quote von reinen Elektroautos ist sogar rückläufig und hat sich um fast 8 % verschlechtert.

„Das Jahr 2016 markiert den mentalen Tipping Point für die Durchsetzung der E-Mobilität“, so Studienleiter Stefan Bratzel.

Fazit

Es bleibt nur zu hoffen, dass die eMobilität Fuß in Deutschland fast und die Fördersysteme ihre Wirkung entfalten, ähnlich wie vor einigen Jahren in Norwegen. Im Automobil Land Deutschland scheint es schwierig zu sein, die Leute von den Vorteilen der eMobilität langfristig zu überzeugen, auch wenn die Preise immer moderater werden. Denn der BMW i3 fängt ab 34.950 € an und ist damit vergleichbar mit dem Einstiegspreis eines BMW 3er Gran Turismo. Der Renault Zoe ist momentan für knapp 22.000€ zu haben, Einstiegspreise die es jedem möglich machen, sich elektrisch fort zu bewegen. Hoffen wir, dass sich Deutschland an den positiv Beispielen China und Norwegen orientiert.

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