Wenn man über UBER spricht, dann gibt es keine Grauzone, hier gilt Schwarz oder Weiss. Auf der einen Seite steht die weltweite Fangemeinde des Herausforderers von lokalen Transportdiensten. Und andererseits gehen einem die Bilder der protestierenden Taxifahrer und in jüngster Zeit eine ganze Reihe an Skandalen nicht aus dem Kopf.

Es wird Zeit, dass wir uns daher dem Thema UBER einmal genauer widmen. Und das tun wir in dieser Woche. Unsere UBER Serie auf dem EMobilitätBlog – sie wird aus zwei Blickwinkeln analysiert. Zunächst einmal beschreibt unsere Autorin Maria aus Chicago den ‚amerikanischen‘ Blick auf UBER. Und ich selbst werde die eher europäische Sicht der Dinge analysieren. Freuen wir uns auf diese UBER Serie.

Das Geschäftsmodell von UBER

In mehr als 575 Städten sind inzwischen UBER Fahrer unterwegs. Ich habe selbst die Dienste von UBER in vielen Ländern auf meinen Reisen genutzt. Zuerst in den USA, dann aber auch in verschiedenen deutschen, schweizer und englischen Städten. Selbst in Städten, in denen der Service heute garnicht mehr angeboten wird. Und in der Regel waren meine Erfahrungen mit den UBER Fahrern sehr positiv.

Wer in New York einmal im Winter die Strecke von einem der Flughäfen nach Manhattan in einem der berühmten gelben Taxen zurückgelegt hat, der weiß, wie angenehm ein gepflegter UBER Black Cab Service im Gegensatz dazu ist. Sauberes Interieur, eine Flasche Wasser und meist ein paar Sweets, dazu ein gut aufgelegter Chauffeur, der die aktuellen Neuigkeiten aus der Stadt berichtet. Diese Grundidee, auf App-Knopfdruck einen Wagen mit der oben beschriebenen Ausstattung zu bestellen und dann ohne Bargeld am Zielort wieder zu verlassen – das gilt für mich als echter Genuss digitalen Fortschritts.

Die UBER Services gibt es in vielen Variationen

In den USA geht das seit einigen Jahren in mehreren Servicegraden: von günstig mit UBER X und UBER XL bis hin zu den beschriebenen UBER BLACK und UBER SUV. Recht neu sind die UBER Lieferservices mit Auto, Fahrrad oder Motorroller, für den Transport von Essen, Blumen oder einfach nur Dokumenten. Und für alle, die die Fahrt teilen möchten, gibt es UBER POOL. Hier teilt der Fahrgast die Strecke mit anderen Fahrgästen, die ab Beginn oder auf dem Weg zum Zielort an der Fahrt teilnehmen. So wird die Fahrt preisgünstiger und meist unterhaltsamer.

Dieser Gedanke des Pooling von Fahrten enthält viele Elemente, die für die sogenannten Generationen X und Y, also die heute 17-30 Jährigen, wichtig sind. Es ist ein Sharing Modell, senkt die Preise für die Strecke und, ein elementarer Punkt in der heutigen Zeit, es ist ein Schritt, um die Vielzahl an Fahrzeugen auf den Straßen helfen einzudämmen. Dieser Service wird jedoch längst nicht in allen Teilen der Welt angeboten. Und wie effizient ist er denn wirklich? Ist die Verlockung der privaten Fahrer nicht so groß, auch ein paar Dollar oder Euro hinzuzuverdienen? Und schmeisst dieses Mehrangebot dann nicht die erhoffte Einsparung an Fahrzeugen auf der Straße über den Haufen?

Medienwirksam gelingt es UBER besonders an speziellen Tagen des Jahres, seine Dienste aufzuführen. So sind zum letzten Jahreswechsel mehr als 15 Millionen Fahrten mit UBER Fahrern durchgeführt worden. Meine Bekannten und mich inklusive. Die durchschnittliche Fahrzeit hierbei: 4 Minuten. Kein Taxiservice weltweit wäre auf diese niedrige Verweildauer in seinem Fahrzeug stolz, doch bei UBER ist eben vieles anders. Soweit die Theorie.

Unsere UBER Serie in dieser Woche

Lest morgen in unserer UBER Serie über die sehr unterschiedlichen Kriterien für UBER in den USA im Vergleich zu Deutschland. Wir starten hierbei mit einem Blick auf die Bedingungen für die UBER Fahrer in den USA.

Zusätzlich interessieren uns eure eigenen Erfahrungen mit UBER Dienstleistungen, ganz gleich in welchem Land. Gebt uns euren Blick, wir freuen uns darauf.

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