Ubitricity möchte Laden mit SmartCables überall möglich machen

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Ubitricity ist das Startup, das wir am heutigen Startup Tuesday vorstellen möchten. Und bei dem Berliner Startup ist der Name Programm. Denn Ubitricity steht für Ubiquität in Verbindung mit Elektrizität, was bedeutet, dass Energie überall verfügbar sein soll.

Elektromobilität kann Konsumenten nur einen Mehrwert verschaffen, wenn eine flächendeckende Ladeinfrastruktur besteht. Und genau an dieser kostspieligen Herausforderung will das Startup Alternativen zu den herkömmlichen Ladestationen schaffen. Überall wo Strom ist, soll auch Laden möglich sein.

SmartCables und SimpleSockets von Ubitricity machen das Laden bezahlbar und simpel

Um neben der Bereitstellung von Strom auch eine Abrechnung am Ladesystem selbst zu ermöglichen, setzt Ubitricity auf mobile Stromzähler und Mobilfunktechnik im Ladekabel zum einen und auf die SmartCables zum anderen. Denn über diese Kabel wird der komplette Ladevorgang gesteuert. Es erteilt die Ladefreigabe, misst und übermittelt Verbrauchsdaten und rechnet schlussendlich auch ab.

So können spezielle SimpleSockets, ob sie in Stationen, an Straßenlaternen oder an öffentlichen Gebäuden angebracht werden, zusammen mit den intelligenten Kabeln von Ubitricity die Kosten für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum senken.

Was sind die Vorteile für die Fahrer von E-Autos?

Dank der intelligenten Kabel ist es möglich, das eigene Elektroauto an jeder Ubitricity-Systemsteckdose auf eine Rechnung aufzuladen. Das Kabel ist übrigens auch zur Standardladesteckdose von anderen Anbietern kompatibel – jedoch zum Preis des jeweiligen Anbieters. Ubitricity arbeitet teilweise bereits mit Stadtwerken zusammen und bietet ihnen Lösungen, ihre Kunden mit dem eigenen Mobilstrom zu versorgen. in Iserlohn im Sauerland können E-Autofahrer seit März 2015 bereits an 20 verschiedenen Ladepunkten zu einem ausgewählten Tarif der Stadt tanken.

Praktisch für die Nutzer ist vor allem auch, dass die E-Fahrzeugnutzer ihre Daten über ein Portal abrufen können und Ladevorgänge im monatlichen Turnus abrechnen.

Wie sieht die Zukunft für das Startup aus?

Die Gründer gehen Elektromobilität an einigen Punkten neu an, das kann herausfordernd sein. Investoren scheint der Grundgedanke aber zu gefallen. In den ersten Finanzierungsrunden hat Ubitricity unter anderem vom Bundeswirtschaftsministerium über 10 Millionen Euro Förderung erhalten.

Der nächste Schritt soll übrigens die Verknüpfung des Einspeisezählers einer Photovoltaikanlage mit dem Smartcable sein. Denn dann kann auch solar geführtes Laden möglich werden und das mit Fokus auf die Solaranlage und nicht auf den Standort. Dann lässt sich künftig der Strom aus der heimischen Solaranlage auch am Arbeitsplatz zum Laden nutzen.

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