Zwei Wochen lang haben wir uns die UBER App und deren zugrunde liegendes Geschäftsmodell angesehen. Schafft es UBER mit all den globalen Herausforderungen mit einem Durchbruch oder droht der Absturz?

Das spannende Mobility-Startup mit dem gigantischen Unternehmenswert durchläuft in den letzten Wochen eine vielleicht entscheidende Phase. Entscheidend deshalb, weil das Team rund um den CEO Travis Kalanick aufgrund des brutalen Wachstums seit Gründung in echten Schwierigkeiten zu stecken scheint.

#deleteuber oder doch nicht?

Viele dieser Schwierigkeiten sind hausgemacht. Jüngst hat der Hashtag #deleteuber weltweite Bekanntheit erlangt. Noch mal getrennt geschrieben: delete UBER – also das Löschen der UBER App sei angesagt. Doch ist es richtig, ein innovatives Unternehmen wie UBER komplett zu verurteilen? Und was haben eigentlich die Tausenden an Fahrern vom Erfolg des Mobility-Hauses?

Sicher, die Negativschlagzeilen rund um die UBER App lassen nichts Gutes vermuten. Das Ausspähen von Konkurrenten wie Lyft ist kein Kavaliersdelikt. Die scheinbare Verunglimpfung der Fahrgäste, wie etwa bei den sogenannten ‚glorreichen Fahrten‚ oder der Vorwurf des Diebstahls von Technologie durch die Google Schwestergesellschaft Waymo. Not good.

Die Taxilobby macht es der UBER App schwer in Deutschland

Uns allen sind die ständigen Querelen mit den Taxiunternehmen in den Großstädten bekannt. In Deutschland existiert UBER lediglich mit einem Ableger in München. Der Standort Berlin wird wohl eher aus Imagegründen aufrecht erhalten. UBER ist in Deutschland massiv unter Druck. Das liegt an den teils antiquierten Gesetzen in Deutschland, wenn es um den Personentransport geht. Die Lobby Arbeit des Taxiverbandes aus den 80er Jahren erstickt noch heute nachhaltige Innovationen in der Personenlogistik. ‚Wake up Germany‘ möchte man da zurufen.

Wir brauchen die Innovatoren wie UBER

Denn eines ist aus unserer Sicht klar. Es sind die Innovatoren wie UBER, die auf dem Weg in eine autonom gesteuerte Mobilität die Fäden in der Hand halten. UBER als Plattform für autonomes Fahren spielt eine elementare Rolle bei der Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte für unsere rasant wachsenden Städte. Oder wollen wir die Mobilitätslösungen einzelnen Fahrzeugherstellern oder gar der Politik allein belassen?

Mobilität von Morgen heißt die Kundenwünsche der Menschen zu berücksichtigen. Sie in den Mittelpunkt zu stellen. Wie wollen wir denn die Millionen an Pendlern transportieren, die in 2030 weltweit 80 Prozent der Bevölkerung ausmachen? Mit unserer heutigen Verkehrsinfrastruktur, die ca. 40 Prozent der Stadtfläche belegt (Parkplätze, Parkhäuser, Standstreifen etc.), wird das nicht funktionieren. Also brauchen wir sie, die digitalen Disruptoren. Die Risk-Taker. Und das ist für mich die wichtigste Erkenntnis unserer Serie über die UBER App.

Hier nochmals die einzelnen Links zur Serie:

Nachhaltiger Erfolg oder Absturz

Bedingungen für die Fahrer

#deleteuber #oderdochnicht die Zukunft von UBER

Der UBER CEO Travis Kalanick

Der amerikanische Blick auf Lyft versus UBER

UBER als Plattform für autonomes Fahren

UBER unter Druck in Deutschland

UBER zwischen Heaven und Hell

Soweit von uns, das sind Maria aus Chicago und Michael aus Bayern. Unsere Serie zur UBER App endet an dieser Stelle. Doch wer die Dynamik von und rund um UBER kennt, der weiß, dass wir bald wieder über den Mobility-Giganten berichten werden.

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