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UBER als Plattform für das autonome Fahren der Zukunft

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Screenshot aus der UBER App: UBER als Plattform

Weltweit gibt es derzeit 16 Milliarden Fahrzeuge, die im Jahr ca. 16 Billionen Kilometer zurücklegen. Leider nutzen wir im Schnitt diese Fahrzeuge lediglich 55 Minuten am Tag. Noch schlimmer ist der Gedanke, dass wir im Schnitt 1,5 der durchschnittlich 5 verfügbaren Sitze im Fahrzeug nutzen und mit unserer Verkehrsinfrastruktur ca. 40 Prozent der Fläche in einer Stadt belegen. Das sind die ernüchternden Zahlen, die ich kürzlich bei einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Herrmann von der Hochschule St. Gallen zum Thema ‚Autonomes Fahren‘ gehört habe.

Von daher verwundert es nicht, dass sich sämtliche Fahrzeughersteller und eben auch die großen digitalen Dienstleister um Lösungen für das autonome Fahren bemühen. Mit UBER mischt der größte digitale Anbieter von Transport-Serviceleistungen in diesem Konzert mit. UBER als Plattform für Millionen von Kunden ist beim Thema autonomes Fahren inzwischen zu einem der führenden Player herangewachsen.

Kooperation mit Daimler seit Anfang 2017

Seit Ende des Sommers 2016 testet UBER selbstfahrende Fahrzeuge. Das waren zunächst die schweren Volvo XC90 SUVs. Anfang 2017 kündigten die Amerikaner dann eine Kooperation mit Daimler an. Allerdings liefern die Stuttgarter nicht einfach ihre Mercedes-Benz Fahrzeuge an UBER. Daimler wird der erste Fahrzeughersteller, der auf UBER als Plattform seine autonom fahrenden Autos einbringen möchte. UBER hat das Ziel, weitere Fahrzeughersteller auf seine offene Plattform zu bekommen.

Denn nur so läßt sich der Evolutionssprung zum autonomen Fahren aus Sicht des UBER CEOs Travis Kalanick meistern. Kalanick erklärte in einem Blogbeitrag bei UBER, dass man zukünftig selbst auf die Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern setze. Das ginge doch deutlich schneller, als den Weg alleine zu gehen. Und der Weg zum autonomen Fahren ist nach Ansicht der Automobilbranche ein steiniger.

Was kann UBER als Plattform für autonomes Fahren liefern?

Welche Auswirkungen haben diese Bemühungen von UBER für die Mobilität von Morgen tatsächlich? Nun, der Grundgedanke von UBER, mit weniger Autos einen besseren Service im Transportwesen zu liefern ist gut. So richtig sinnvoll werden die UBER Fahrten allerdings erst dann, wenn die Fahrzeuge autonom und wenn möglich gar elektrisch fahren. Die Fahrzeuge sind dann vergleichbar mit Transportboxen, ähnlich den Kabinen an einem Skilift. Diese Transportkabinen werden gezielt dorthin gesteuert, wo die Nachfrage besonders hoch ist. Man denke an das Ende eines Fussballspiels, eines Konzerts oder bei Messen und größeren Veranstaltungen in unseren Innenstädten. Und genau diese Kompetenz hat UBER schon heute, das Know-how wo, wann wieviele Menschen Transportleistungen benötigen.

UBER kann also ein wichtiger Teil einer Mobilitätslösung in Städten werden. Die Plattform enthält die wichtigen Daten über die Fahrgäste, wie etwa deren Verhalten, die Fahrzeiten oder die Bereitschaft, Fahrten zu Teilen. 40 Millionen Menschen nutzen UBER derzeit jeden Monat. Allein die Auswertungen in diesem Big Data Umfeld dürften wahres Gold für die Verkehrsexperten sein. Schließlich ist die Suche nach Lösungen gegen den Verkehrsinfarkt eine weltweite Aufgabe.

Ebenso können wir uns den Verkehr für die Hunderttausenden von beruflichen Pendlern vorstellen. Warum nicht beispielsweise die vielen Arbeitnehmer aus Dachau, Fürstenfeldbruck und Olching in smarter Weise einsammeln und in das Zentrum von München am Morgen autonom bringen. Und nach getaner Arbeit halt wieder zurück in die Peripherie. Stressfrei, umweltfreundlich und effizient. Mit millionenfachem Kundenzugang ist UBER einer der großen Mitspieler im Wachstumsfeld autonomes Fahren. Mit UBER als Plattform und somit unabhängig von der eingesetzten Hardware.

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