Tesla will Videomaterial auswerten

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Tesla will Videomaterial auswerten
Quelle: Tesla

Tesla will das Videomaterial seiner Elektroauto-Flotten auswerten. Das Kameramaterial soll dabei helfen, die Erkennung von Fahrbahnbegrenzungen, Verkehrszeichen und anderen wichtigen Straßeneigenschaften zu verbessern. So soll dem Autopiloten zu mehr Verlässlichkeit verholfen werden. Möglich macht dies ein kürzlich aufgespieltes Software-Update mit angepasster Datenschutzrichtlinie. Tesla sichert dabei die Anonymität der Daten zu.

Mit Videomaterial zu mehr Sicherheit

Selbstfahrende Autos sind gerade in aller Munde. Ein Auto das mithilfe von Kameras und Sensorik die Umgebung erkennt, die Fahrbahn berechnet und die Insassen nur zuschauen. Reine Wunschvorstellung oder machbare Zukunftsmusik? Damit sich Fahrzeuge bald völlig autonom auf den Straßen fortbewegen können, ist es wichtig, so viele Daten wie nötig zu sammeln. Laut Tesla stelle der Zugriff auf das Videomaterial der Fahrzeug-Flotten einen elementaren Schritt dar, um genau solche wichtigen Schwarmdaten zu erfassen. Der Automobilhersteller will zukünftig in den Autos aufgezeichnete Videos anonymisiert aufzeichnen und das Fahrverhalten auswerten. Der Autopilot und die dafür verantwortliche Technik und Software sollen so besser und sicherer gemacht werden. Denn je mehr die Tesla-Flotte aus den unterschiedlichen Straßenbedingungen lerne, desto besser könnten Fahrzeuge später autonom fahren.

Anpassung der AGB

Um das Videomaterial gesetzmäßig nutzen zu können, hat Tesla die Datenschutzerklärung für geändert. Tesla-Kunden werden nach dem Software-Update des Autopiloten dazu aufgefordert, eine neue Datenschutzbestimmung zu bestätigen, die Teil der AGB sind. Wird dem zugestimmt, kann Tesla kurze Videosequenzen mittels der externen Kamera des Fahrzeugs aufzeichnen.

Tesla verbaut in allen seinen Fahrzeugen acht Kameras

Was viele nicht wissen: Seit Oktober 2016 ist in allen Tesla-Modellen ein neues Sensor-System verbaut. Diese besteht aus insgesamt acht Kameras, Ultraschallsensoren und einem nach vorne gerichteten Radar. Die so generierten Daten wertet Tesla schon immer für Funktionsverbesserungen aus. Mit der neuen Änderung wird der Datenumfang jedoch erheblich ausgeweitet. So sollen die Kameras permanent „kurze“ Videomitschnitte der Fahrten festhalten und an die Tesla-Server übertragen.

Zusicherung umfassender Anonymität

Bei Änderungen an den AGB kommt es bei Nutzern immer schnell zu einem Aufschrei. Tesla beton aber eindringlich, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gibt. Es sollen keine Rückschlüsse von den Fahrzeugen auf die Videoaufnahmen gezogen werden können. Alle Daten würden anonymisiert gesammelt und könnten mit keinem spezifischen Fahrzeug in Verbindung gebracht werden.

Was allerdings der Fall sein kann ist, dass das Bildmaterial an dritte Unternehmen weitergegeben werde, die Tesla bei der Auswertung der Daten der Optimierung der Dienste unterstützt.

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