Tesla übernimmt Roboterhersteller Perbix

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Tesla hat zur Zeit mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. Für die aktuellen Produktionsschwierigkeiten beim Model 3 sind unter anderem die Produktionsprobleme für Batteriemodule in der Gigafactory in Nevada verantwortlich. Dies hat zu einer kostenintensiven Verzögerung geführt. Einige Bereiche des Akkumontageprozesses müssen neu entworfen werden, um eine Automatisierung der Herstellung der Akkus zu ermöglichen. Aktuell funktioniert die vollautomatische Fertigung noch nicht wie gewünscht. Dies soll Perbix nun ändern.

Tesla geht in die Offensive

Nachdem Tesla im vergangenen Jahr bereits den deutschen Anlagenbauer Grohmann Engineering gekauft hat, hat der Elektroautobauer nun auch den US-Maschinenbauer Perbix vollständig in den Konzern integriert.

Der in Minneapolis ansässige Spezialist für automatisierte Fertigungsmaschinen, beschäftigt über 150 Mitarbeiter und arbeitet bereits seit drei Jahren mit Tesla zusammen. Perbix soll seinen aktuellen Sitz behalten und somit ein Außenposten für die technische Entwicklung von Tesla werden.

Perbix als Retter

Seit einiger Zeit verfolgt Tesla den Ansatz, „die Maschine zu bauen, die die Maschine baut“. Die Umwandlung der Produktionsstätte in ein eigenes Produkt soll nun mit Hilfe von Perbix beschleunigt werden. Auch in der Gigafactory sind bereits Perbix-Systeme im Einsatz. Perbix ist für die gesamte Konstruktion und Fertigung von kundenspezifischen Automatisierungssystemen zuständig.

Bezahlung mit Aktien

Wie hoch der Kaufpreis für Perbix genau aussehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Der bisherige Besitzer von Perbix, Jim Dudley, soll bereits 34.722 Tesla-Aktien erhalten haben. Dies entspricht aktuell einem Gesamtwert von ca. 10,5 Millionen Dollar. Der Konzern betonte, dass die Übernahme keine wesentlichen Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Tesla haben wird.

Ziel bis 2018

Ob der US-Maschinenbauer Perbix die aktuellen Probleme bei der Produktion tatsächlich beheben wird, bleibt offen. Tesla ist jedoch zuversichtlich, bis zum Ende des ersten Quartals 2018, 5.000 Model 3 pro Woche zu produzieren. Dies wird nur dann möglich sein, wenn die Produktionsprozesse in den Fabriken vollständig automatisiert und optimiert werden.

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