Die Zahlen des zweiten Quartals von Tesla sind gut,  sogar so gut, dass die die Erwartungen der Analysten übertroffen wurden. Und doch gibt es diese Tage auch wieder negative Schlagzeilen bei der Firma aus Kalifornien. Die Mitarbeiter sollen sich deutlich öfter verletzen als bei anderen Autobauern üblich und die Bezahlung soll auch Ausbaufähig sein. Was  sind Spekulationen und was sind Fakten? Wir versuchen Licht in das Dunkle zu bringen.

Fakt 1 – Nachfrage

Die Nachfrage nach dem Model 3 ist weiter riesig. Wie bereits berichtet gingen im Schnitt 1.800 Reservierungen pro Tag ein. Die Quelle bestätigt dies als Fakt, es ist nämlich der Quartalsbrief an die Aktionäre.

Fakt 2 – Warteliste

Im Zusammenhang mit der hohen Nachfrage ergibt sich eine noch längere Warteliste. Die 455.000 Vorbestellungen üben auf Elon Musk und sein Unternehmen einen hohen Lieferdruck aus. Musk teilte mit, das es vorerst geplant ist, aus der „Produktionshölle“ heraus zukommen. Das Risiko ist momentan durch eine Erweiterung des Angebots nur „tiefer in die Hölle“ zugeraten.

Fakt 3 – Umsatz mehr als verdoppelt

Der Elektroauto-Hersteller hat seinen Umsatz mehr als verdoppelt. Man konnte ein Plus zum Vorjahr um 120 Prozent erreichen und erreichte einen Erlös von 2,79 Milliarden Dollar.

Fakt 4 – rote Zahlen

Der Verlust von Tesla weitete sich auf 336,4 Millionen Dollar aus. Im Vorjahr waren es noch 293,2 Millionen Dollar. Die Barbestände wurden von vier Milliarden Dollar zum Ende des Vorquartals auf 3 Milliarden am 30. Juni reduziert.

Spekulation 1 – bei allen Produktionszielen auf Kurs?

Die Anlieger freute es sehr, als Musk versicherte, dass man bei allen Produktionszielen des Model 3 auf Kurs sei. Ob es Tesla jedoch wirklich aus der Produktionshölle schafft, kann man heute noch nicht sagen. Im Dezember will Musk 20.000 Fahrzeuge fertigen lassen. Schafft er dies, wird aus der Spekulation ein Fakt und Tesla hat die Hölle vorerst überwunden.

Spekulation 2 – weiterer Verkauf von Firmenanliehen?

Laut aktueller Nachrichten will Tesla über Firmenanleihen rund 1,5 Milliarden Dollar einsammeln. Tesla kündigte die Ausgabe ungesicherter Schuldpapiere mit einer Laufzeit bis 2025 an. Wichtige finanzielle Details, wie die Verzinsung wurden noch nicht festgelegt. Diese Spekulation wird sich also wahrscheinlich bald bewahrheiten.

Spekulation oder Fakt – schlechte Arbeitsbedingungen

Laut Medienberichten klagen die Beschäftigten von Tesla über schlechte Arbeitsbedingungen. Laut den Berichten liegen Meldungen über viele Arbeitsunfälle vor. Diese hätte man wohl durch Arbeitsschutzmaßnahmen vermeiden können. In einem Schreiben forderten die Angestellten jetzt Informationen über die geplanten Arbeitsschutzmaßnahmen, um in Zukunft die Unfälle zu vermeiden.

Spekulation oder Fakt – niedrige Löhne

Angestellte von Tesla fordern laut Medienberichten Einblick in die Pläne für ihre Gehaltsentwicklung. Die Löhne liegen beim Start im Unternehmen bei ca. 15 Euro (18$). Der Schnitt in den USA bei anderen Autobauern liegt bei 22€ (25$). Im Fremont, Hauptsitz der Fertigung von Tesla, müssten Arbeiter bis zu 70 Prozent ihres Lohns für die Miete aufwenden. Daher der Bedarf mit der Geschäftsleitung nach mögliche Lösungen zu suchen.

Kommentar verfassen