Das leidige Thema der Reichweite könnte bei Tesla bald der Vergangenheit angehören, oder zumindest deutlich abgeschwächt werden. Tesla hatte im Jahr 2014 erstmals ein Patent für ein System angemeldet, welches Batterien tauschen kann. Nun folgte ein Update.

Batterien für alle…

…zumindest für fast alle, die einen Tesla fahren. Zunächst ist das Wechselsystem für das Model S und Model X geplant. So zumindest steht es in der Patentschrift. Die Konstruktion ähnelt stark einer Hebebühne. Zunächst wird das Fahrzeug exakt positioniert und in eine vorbestimmte Höhe gehoben. Danach fährt auf einer speziellen Schiene eine Konstruktion unter das Fahrzeug. Diese wird von denselben Standsäulen der Hebebühne nach oben, unter die Batterie gefahren. Die alte Batterie wird entfernt und die neue Batterie wird in einem zweiten Schritt montiert.

Natürlich muss auch immer ein gewisser Vorrat geladener Batterien vorhanden sein. Die Logistik dahinter ist im Patent leider nicht beschrieben. An Ort und Stelle sollen einige Batterien lagern, welche vollautomatisch zum Fahrzeug und zurück gefahren werden.

Konkurrenz für die eigenen Schnellladesäulen?

Tesla beschreibt im Patent, dass die Tauschstation entlang von Autobahnen fest installiert und von Technikern bedient werden kann. Wobei die Techniker eher für den Fall der Fälle vor Ort sind. Es kann auch notwendig sein, dass die Techniker beispielsweise Sicherungsschrauben und -bolzen am Fahrzeug entfernen und wieder montieren müssen. Das System soll weitestgehend eigenständig arbeiten. Die Zeit zum Tauschen der Batterie ist mit unter 15 Minuten angegeben, was auch einer kurzen Pause bei längeren Fahrten entspricht. Das System kann zusätzlich mit dem Fahrzeug kommunizieren und gegebenenfalls Fehlermeldungen, aufgrund der fehlenden Batterie, im Fahrzeug deaktivieren.

Ob Tesla das Wechselsystem auf den Markt bringt und in welcher Ausführung ist jedoch noch nicht bekannt. Sicher ist nur, das Thema ist noch nicht vom Tisch. Vermutlich hängt dies auch von der zukünftigen Ladedauer ab und ob dann noch der Markt und Bedarf für Tauschstationen gegeben ist. Eine mobile Version für die Verladung auf einen Anhänger ist ebenfalls angedacht.

 

 

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