Nun kommt sie also doch: die Kooperation des Streetscooter Herstellers mit einem der traditionellen Fahrzeugbauer in Deutschland. Der Elektro-Transporter der Deutschen Post ist das Vorzeigemodell unter den deutschen Elektrofahrzeugen.

Im Jahr 2017 war das Fahrzeug quasi der einzige massentaugliche reine Elektrowagen für den Gewerbetreibenden.

Eigenentwicklung des Streetscooter durch die Deutsche Post

Die Eigenentwicklung des Streetscooter erfolgte bei der Post quasi gezwungenermaßen. Es gab zunächst keinen der klassischen Fahrzeughersteller im Lande, der das ‚Wagnis‘ der Entwicklung eines Elektrotransporters mit den Postlern eingehen wollte. Kurzerhand kaufte die Deutsche Post ein Startup, das an der RWTH in Aachen eben just ein solches Elektrofahrzeug für den Gewerbebetrieb entwickelte.

Mit dem Bau der Elektrofahrzeuge kamen die Postler den drohenden Fahrverboten in den Innenstädten zuvor. Letztlich liefert die Deutsche Post DHL in alle deutschen Städte und hätte wohl als erstes Unternehmen stark unter drohenden Fahrverboten zu leiden.

Und so wurden in den vergangenen Monaten diverse Projekte gestartet, um die hauseigene Flotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen. In Bonn startete die Deutsche Post DHL ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt. Dort stellt sie ihre Zustellung komplett auf CO2-freie Elektrofahrzeuge um.

Vom eigenen Erfolg überwältigt

Und wurde nun in den zurückliegenden 12 Monaten quasi vom eigenen Erfolg überwältigt. In Düren, also in der Nähe des ersten Werkes der Streetscooter in Aachen, wird in ein zweites Werk investiert. Ab Mitte 2018 sollen dort weitere zusätzliche 10.000 der Elektrofahrzeuge pro Jahr gebaut werden.

„Das gestiegene Umweltbewusstsein sowie strengere Vorschriften für die Abgasemission bei Verbrennungsmotoren machen StreetScooter bei kommunalen Einrichtungen, Logistikunternehmen oder dem Deutschen Mittelstand immer interessanter“, so besagt es die Streetscooter Webseite. Und die Unternehmen kamen. Scharenweise. Die stark steigende Nachfrage außerhalb der Deutschen Post ist der Treiber für die neue Kooperation mit BMW.

Kooperation mit BMW hilft bei Vertrieb und Service

Die Kooperation mit der BMW Tochter Alphabet dient der Vertriebsabrundung. Gerade die gewerblichen Kunden setzen aus Cash-Flow Gründen stark auf Leasingmodelle für ihre Fuhrparks.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, der Elektromobilität in den unterschiedlichsten Branchen zum Durchbruch zu verhelfen“, so erklärt Prof. Achim Kampker, der Streetscooter CEO. Wichtig ist neben der Leasing Kompetenz von Alphabet auch deren weitere Dienstleistung, wie etwa ein Werkstattservice.

Genau dort hatte es in den letzten Monaten immer gekrankt. Selbst die hauseigenen gelben Deutsche Post DHL Streetscooter konnten, gerade bei Kälte, häufig nicht in zufriedenstellender Geschwindigkeit gewartet werden. Diese Lücke haben die smarten Postler nun geschlossen.

Kommentar verfassen