Startup ParkHere macht Elektroladesäulen profitabel

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Bild: ParkHere mit seiner Parking Charging Lösung

In unserer Serie am Startup-Tuesday bringen wir heute eine spannende Neuheit eines Münchener Mobility Startups. Das HighTech Startup ParkHere stattet ab Ende des Jahres 50 Parkplätze vor Elektroladesäulen kostenlos mit Parkplatzsensoren aus. Somit geht das Startup aus Garching bei München einen nächsten Schritt bei der Optimierung von Parkplatzanlagen und ist es somit wert, ein wenig näher unter die Lupe genommen zu werden.

Blockierte Elektrosäulen sind großes Ärgernis

Der Ärger über blockierte und nicht nutzbare Parkplätze vor Elektroladesäulen gehört zum Alltag vieler Besitzer von Elektroautos. Oft werden Ladesäulen einfach von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zugeparkt und können durch den Elektroautofahrer nicht genutzt werden.

Mit den durch ParkHere entwickelten Parkplatzsensoren bietet das Startup nun den Betreibern von Elektroladesäulen eine einfache Lösung um Falschparker zu erkennen und die Auslastung der Ladesäule zu erhöhen. Ab dem 30. November stattet ParkHere europaweit 50 Ladeplätze von ladenetz.de und Hubject Kunden kostenfrei mit Parkplatzsensoren aus. Betreiber von Elektroladesäulen können sich bis zum 30. November für eine Teilnahme bewerben.

Die Tests von ParkHere in Ingolstadt verliefen richtig gut

Nachdem das Startup erfolgreich in Ingolstadt und weiteren Standorten Sensoren vor Elektroladeladesäulen verbaut hat, soll nun ein europaweiter Ausbau erfolgen. Die Daten aus Ingolstadt sind über eine extra angelegte Website für jeden frei zugänglich gemacht.

Bild: ParkHere – Das Team aus München Garching

Die Vision des Münchner Startups ist es jedoch, jeden Elektroautofahrer auf seinem bestehendem Navigationsmedium zu erreichen. Daher werden die Daten über eine offene Schnittstelle für Dritte wie zum Beispiel LEMnet oder Plugsurfing zur Verfügung gestellt und können in deren bestehende Lösungen integriert werden. Elektroautofahrer können so immer einen freien Parkplatz vor einer Elektroladesäule finden und diese zukünftig auch reservieren. Um eine Reservierung einer Ladesäule zu ermöglichen, sind Echtzeitdaten über die Verfügbarkeit des Ladeplatzes nötig.

Erste Hochrechnungen aus Pilotprojekten zeigen, eine Steigerung der Auslastung. Die damit verbundenen Mehreinnahmen für Elektroladesäulenbetreiber betragen mehr als 220%. Felix Harteneck, CEO von ParkHere, hat zusätzlich bereits angekündigt, dass die 50 Parkplatzsensoren nur der Anfang einer ganzen Reihe von weiteren Projekten in Europa sind.

ParkHere auf dem Weg ins Silicon Valley

Erst vor Kurzem ist ParkHere durch den German Accelerator ausgewählt worden und tritt somit im Frühjahr 2017 in den amerikanischen Markt mit einem Standort im Silicon Valley ein. Der Markt für Elektroladesäulen weist ein rasantes Wachstum auf.

Mit dem Boom dieses relativ neuen Marktes gehen jedoch auch signifikante Einschränkungen einher. Eine davon ist die nicht vorhandene Überwachung der tatsächlichen Verfügbarkeit von Ladestationen. Das Problem zugeparkter Ladesäulen erschwert somit sowohl die Tätigkeiten des Ladesäulenbetreibers, als auch die Entwicklung des gesamten Marktes der Elektromobilität. Autofahrer sind auch aufgrund der Unsicherheit über Lademöglichkeiten zurückhaltend in ihrer Entscheidung, ein Elektroauto zu kaufen.

Die Lösung naht mit Hilfe von Hightech Sensoren

Bild: ParkHere - Ladestationen mit Sensoren
Bild: ParkHere – Ladestationen mit Sensoren

Die ParkHere Sensoren erkennen die Belegung der Parkplätze vor den Ladesäulen und übermitteln die dynamischen Daten in die Software des Betreibers, auf Webseiten oder in andere Applikationen. Jeder ausgewählte Ladesäulenbetreiber wird bis zu 10 Sensoren erhalten, welche durch ParkHere komplett kostenneutral installiert und über die jeweilige Plattform angebunden werden. Eine räumliche Einschränkung oder favorisierte Standorte gibt es nicht – jeder kann sich bewerben.

Die ausgewählten Betreiber werden Ende November 2016 verkündet. Die Installation der Sensoren beginnt unmittelbar daraufhin.

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