Startup otonomo: Mit Connected-Car-Austauschplattform Erfolg

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Startup otonomo: Mit Connected-Car-Austauschplattform Erfolg
Quelle: venturebeat.com

Das Startup otonomo hat sich auf den Austausch von Daten im Umfeld von Connected Cars spezialisiert. Eine cloudbasierte Plattform bietet so Autoherstellern, Fahrern und Dienstleistern die Möglichkeit, Teil eines Ökosystems zu werden und Daten auszutauschen. Neben Gauzy hat das Programm Startup Autobahn also gleich ein zweites erfolgreiches Startup aus Israel hervorgebracht.

Connected Car Daten als lukrative Geldquelle

Wer sich heutzutage ein Auto konfiguriert, der hat nicht nur die Möglichkeit die Motorisierung und Farbe zu wählen, sondern auch einen Onlinezugang hinzuzukaufen. Ein Auto mit Internetzugang ist für manch einen Autokäufer wohl noch Neuland. In ein paar Jahren wird es aber kaum noch ein Auto ohne Online-Verbindung geben. Dann werden Millionen vernetzter Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Und: Mit der Vernetzung der Autos wird ein gigantischer Datenstrom produziert.

Mit dem Einzug des Internets in das Auto stellt sich aber die Frage, wer die Hoheit über die Fahrzeugdaten haben wird. Und wer damit künftig Geld verdient. Denn fest steht: Hier geht es um ein milliardenschweres Geschäft. Schon jetzt zahlen Unternehmen für Echtzeit-Daten. Das israelische Startup otonomo hat das Potenzial der Connected-Car-Daten erkannt und konkurriert neben den Automobilhersteller auch mit den IT-Riesen Google und Apple um die Schirmherrschaft der Daten.

Otonomo stellt Cloudbasierte Plattform zur Verfügung

Das Startup Otonomo um die beiden Gründer Ben Volkow, Avner Cohen, hat sich auf die Zurverfügungstellung und Monetarisierung von Connected-Car-Daten spezialisiert. Das 2015 gegründete Unternehmen bietet eine cloudbasierte Plattform, die es Automobilherstellern, Fahrern und Dienstanbietern ermöglicht, über ein gemeinsames Ökosystem Daten auszutauschen. Otonomo gibt so OEMs und Fahrern eine Möglichkeit, die massive Menge an Informationen, die von Autos erzeugt werden, in einer Austauschplattform zu sammeln. Diese Plattform kann anschließend von Dienstleistern erschlossen werden. Denkbare Serviceanbieter sind Versicherer, Flottenmanagement-Unternehmen, Notfallservices, etc. Durch die Aggregierung, Anonymisierung und Organisation der Fahrzeugdaten, kann so beispielsweise ein Reparaturservice auf Basis der aktuellen Bedingungen kontaktiert werden. Der Datentransfer soll dabei unter Berücksichtigung der gültigen Datenschutzanforderungen erfolgen.

Otonomo hat bereits neun Partner an Board. Und es werden mehr: Erst vor ein paar Wochen hat der Automobilzulieferer Delphi 25 Millionen Dollar in otonomo investiert.

1 KOMMENTAR

  1. IBM hat schon seit Jahren ihre IBM Cloud Bluemix Platform auf dem Markt. Neben Wetterdaten, Verkehrsdaten sind seit neustem ebenfalls ConnectedCar Data dabei. Siehe Pressemitteilung von IBM und BMW:
    https://www-03.ibm.com/press/us/en/pressrelease/52595.wss
    https://www.ibm.com/blogs/cloud-computing/2017/06/bmw-ibm-cloud-cardata/
    Was das besondere dabei ist, das der Entwickler noch viele weitere Services, wie Analytics und AI (Cognitive) auf der IBM Bluemix Platform nutzen kann.

    Da wird es ein kleines Startup schwer haben bei einer solchen Lösung die über ein grosses Ecosystem von Entwicklern hat.

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