Das Startup Canatu verwandelt jede Oberfläche in einen Touchscreen. Die Teilnehmer an dem von Daimler geförderten Programm Startup Autobahn 2016 haben ihre Idee nun zur Marktreife gebracht: Eine flexible und berührungsempfindliche Folie, die sich einfach aufkleben lässt und so jede Oberfläche zu einem Touchscreen verwandelt. Zudem ist das Material auch noch transparent. Anwendungsmöglichkeiten finden sich beispielsweise in gewölbten Auto-Armaturen oder Datenbrillen.

Bekannt wurde Canatu durch das von Daimler geförderte Programm Startup Autobahn

Im Jahr 2016 wurde Canatu ausgewählt, um am Programm Startup Autobahn teilzunehmen. Das Programm ist eine Innovationsplattform, die globale Startups mit weltweit führenden Technologie-Firmen vereint. Die Teilnehmer zeigten ihre Prototypen am Ende des Programms im Geburtsort des Automobils – Stuttgart – am 9. Februar. Dort präsentierte Canatu die transparente und flexible Multi-Touch-Oberfläche vor namhaften Vertretern wie Daimler.

Die Folie ist enorm biegbar und obendrein noch transparent

Das finnische Startup hat eine Art Folie entwickelt, die als Touchscreen funktioniert und multifunktionale Eigenschaften mit sich bringt. Durch sein Patent bietet Canatu Unternehmen die ultimative Design-Freiheit. Denn eine Eigenschaft der entwickelten Folie ist ihre extreme Biegsamkeit. Mit einer möglichen Dehnung von bis zu 200 % ist das Material sehr flexibel und deshalb für noch so unebene Oberflächen einsetzbar. So lässt sich die Folie beispielsweise auf Auto-Armaturen kleben und diese in Nullkommanichts in berührungssensitive Bildschirme verwandeln. Neben der enormen Flexibilität kommt auch noch die Transparenz der Folie hinzu. Dadurch könne sie auch als Display auf Scheiben oder in Datenbrillen wie der Google Glass angebracht werden, ohne dass das Blickfeld beeinträchtigt wird.

Forscher entdeckten Material durch Zufall

Das Material, das hinter der biegbaren und transparenten Folie steckt nennt sich Carbon Nano Bud, kurz CNB. In der Folie eingearbeitet sind molekulare Nano-Röhren aus Kohlenstoff, deren kugelförmige Ausstülpungen an Blüten-Knospen erinnern und deshalb „Buds“ – also Knospen“ genannt werden. Diese Knospen verbessern die elektrische Leitfähigkeit. Das Kuriose dabei ist: Die Forscher stießen durch Zufall auf das mittlerweile patentierte Carbon Nano Bud. Ursprünglich wollten die Wissenschaftler einwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen herstellen, auch als Carbon Nanotubes bezeichnet. Auf diese ursprüngliche Forschungsabsicht ist auch der Firmenname Canatu zurückzuführen.

Quelle: https://youtu.be/yijGuShAizc

Kommentar verfassen