Startup Autobahn – Der Weg zum Erfolg

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Startup Autobahn - Der Weg zum Erfolg
Quelle: Arena 2036

Startup Autobahn: Von außen ist es ein großer, modern aussehender, grauer Kasten. ‚Arena 2036‘ prangt in schwarzen Lettern neben der Eingangstür. Alles sehr schlicht – und doch habe ich den Eindruck als würde es hier um Zukunft gehen. Spätestens als ich das ganz in weiß gehaltene Innere der Fabrik zu Gesicht bekomme, ist mir klar: hier wird Zukunft gemacht. Ich sehe Roboterarme, Autoteile und vernetzte Förderbänder in verschiedenen Ecken der Halle. Es erinnert mich irgendwie an den Film ‚Matrix‘. Aber es ist real: Hier trifft Wissenschaft auf Praxis und etablierte Unternehmen auf Startups mit innovativen Ideen.

Startup Autobahn in der Arena 2036

Der Forschungscampus Arena 2036
Quelle: Sabrina Pfeifer

In die Räumlichkeiten der Arena 2036 eingemietet hat sich die Initiative Startup Autobahn. Sie wurde von der Agentur Plug and Play ins Leben gerufen. Plug and Play kommt eigentlich aus dem Silicon Valley und betreibt in 22 Länder knapp 160 Programme wie Startup Autobahn, erzählt mir Hannah Boomgaarden, Projektmanagerin bei Plug and Play. Auch deren Ziel ist, einen Austausch zwischen Startups und den großen Unternehmen zu schaffen. In Stuttgart sind neben Daimler mittlerweile unter anderem auch Porsche, die Deutsche Post und BASF als Senior Partner mit dabei. Die teilnehmenden Startups – meistens „Late-Stage-Startups“ – dagegen sind ganz international und kommen aus ganz verschiedenen Bereichen, wie IoT, Logistik, ortsbasierte Services, Biometrie oder natürliche Sprachverarbeitung. Mit den Partnern Porsche und Daimler ist irgendwo impliziert, dass auch neue Ideen gefragt sind, die für die Automobilbranche Sinn und Zweck haben.

Die Rampe zum Durchstarten

Darum geht’s: Startups und große Unternehmen zusammenzubringen und so den Startups die Chance zu geben, für einen wirklich großen Kunden Prototypen zu entwickeln und diese damit für sich zu gewinnen. Plug and Play versteht sich als Accelerator für Startups. Mit der Initiative bieten sie ein dreimonatiges Programm an, während dessen die Startups bei sogenannten Mentoring Days in Stuttgart gecoacht werden. Auch in one-to-one Sessions mit den Verantwortlichen der Senior Partner. Für letztere besteht der Reiz auch darin, die Dynamik und die Offenheit für Neues mit zu nehmen. Was für die Initiative Startup Autobahn in Stuttgart letztendlich zählt, ist der Erfolg der entwickelten Piloten. Ebenso wie die Tatsache, dass die Beteiligung als Senior Partner eine Entscheidung von oben sein muss. So ist weitgehend sichergestellt, dass die Großen nicht nur halbherzig bei der Sache sind.

Das Programm

Bevor die Startups aber überhaupt im Programm dabei sind, gibt es einen Selection Day. Zu diesem kommen auch schon mal 100 Startups – entweder auf Einladung von Plug and Play oder durch Eigeninitiative. Am Selection Day stellen sie sich vor und die Senior Partner wählen aus, mit wem sie zusammenarbeiten möchten. In der ersten Runde waren das 14 Startups, im momentan laufenden Programm sind es 28.

Drei Monate machen, tüfteln, coachen

In den folgenden drei Monaten wird dann getüftelt und gecoacht was das Zeug hält. Immerhin wollen beide Seiten so viel wie möglich daraus mitnehmen. Im besten Falle natürlich den Abschluss für längerfristige Kooperationen. Manche Startups verlagern sogar einen Teil ihrer Firma in die Büroräume nach Stuttgart. Sie werden von Plug and Play extra dafür bereitgestellt. Der begrenzte Zeitraum hat einen entscheidenden Vorteil: Beide Seiten müssen liefern, sonst geht die Rechnung erst gar nicht auf.

Showtime auf dem Expo Day

Nach 100 Tagen verwandelt sich die Arena 2036 am Expo Day dann in eine Art Messehalle. Jedes Startup präsentiert auf der großen Bühne seine Ergebnisse. Oder zumindest präsentieren sie, was nicht der Geheimhaltung unterliegt. Gerade im Automobilbereich sind die Hersteller da sehr auf Verschwiegenheit bedacht. Weshalb ich auf die Frage, ob es konkrete Beispiele für erfolgreich Piloten gibt, keine rechte Antwort bekomme. Auf die Ergebnisse des laufenden Programms sind Hannah Boomgaarden und ihre Kollegen von Plug and Play Stuttgart übrigens auch schon sehr gespannt. Am 25. Juli ist der nächste Expo Day. Bis dahin werden wir an dieser Stelle immer wieder eines der Startups vorstellen.

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