Start-up German Autolabs entwickelt digitalen Beifahrer Chris

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„Hallo, ich bin Chris“ – Start-up German Au-tolabs entwickelt digitalen Beifahrer
Quelle: German Autolabs

Das Start-up German Autolabs entwickelt digitalen Beifahrer Chris. Ausgestattet mit künstlicher Intelligenz interagiert Chris mit dem Fahrer. Dieser muss so sein Smartphone während der Fahrt nicht mehr zur Hand nehmen.

Mehr als 360.000 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer

Mal schnell das Smartphone zücken, die Navigation starten und die letzten Emails abrufen. Das Smartphone ist der allseits treue Begleiter und auch im Auto ständig greifbar. Das kann jedoch im Straßenverkehr sehr gefährlich werden.

Allein im Jahr 2015 zählte das Kraftfahrtbundesamt über 360.000 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer. Und das, obwohl es gesetzlich verboten ist, das Mobiltelefon im Straßenverkehr händisch zu nutzen. Ein Bußgeld von 60€ und ein Punkt in Flensburg sind die Folge der gesetzeswidrigen Mobiltelefonnutzung. Das Ganze ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt.

Fakt ist, viele Autofahrer ignorieren das Handyverbot am Steuer. Schon allein mangels Alternativen. Wäre es da nicht wünschenswert, wenn man die Funktionen des Smartphones nutzen und sich trotzdem voll auf den Verkehr konzentrieren könnte? Genau hier kommt Chris von unserem Startup der Woche, German Autolabs, ins Spiel.

Start-up German Autolabs entwickelt digitalen Beifahrer Chris

Chris ist eine von dem Berliner Start-up entwickelte Hardware, die das digitale Leben während der Fahrt fortsetzt. Anrufe erledigen, E-Mails senden, die Navigation bedienen – alles ist einfach und sicher möglich. Technologisch steckt hinter Chris künstliche Intelligenz. „Sie verbindet die Dienste auf dem Smartphone sinnvoll und wird über Sprache und Gestik gesteuert. Das Telefon selbst bleibt in der Tasche,“ so der CEO Holger G. Weiss. Chris agiert dabei so intelligent und vorrausschauend, als würde ein Freund auf dem Beifahrersitz sitzen.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=cXKeSWWjZSs

Chris deckt aktuell folgende Funktionen ab:

  • Messaging: Unterstützt werden WhatsApp, Facebook, E-Mails und SMS.
  • Telefonie: Anrufe können angenommen und getätigt werden. Die letzten Anrufe sind über Sprache abrufbar und ein Zugriff auf das Adressbuch ist möglich.
  • Musik: Unterstützt die Musikdienste Spotify, Apple Music und Google Music. Außerdem können die lokalen Musikdaten abgespielt werden.
  • Navigation: Ermöglicht Turn-by-Turn-Navigation, Echtzeit-Traffic-Informationen und das Finden von Tankstellen, Parkplätzen und anderen Sehenswürdigkeiten.

David gegen Goliath?

Aber seien wir mal ehrlich: Die Idee eines intelligenten Fahrassistenten ist nicht neu. Viele der Premiumanbieter wie BMW, Mercedes und Audi haben bereits ihre eigenen Assistenten entwickelt, die digitale Inhalte genau auf die Fahrsituation abgestimmt liefern. Chris tritt somit in Konkurrenz mit den großen Mobilitätsanbietern. Hinzu kommen noch die Tech-Konzerne Google und Apple, die mit Android Auto und Apple Carplay ein weiteres Konkurrenzprodukt auf dem Markt anbieten.

Wodurch unterscheidet sich Chris nun von der Konkurrenz? Fest steht, dass es nicht nur der sympathische Name ist. Der größte Vorteil, den das System gegenüber den Premiumanbietern hat, ist, dass das System unabhängig von Bauart und Alter des Autos anwendbar ist. Chris ist eine Nachrüstlösung und kann in jedem Auto installiert werden, da es nur mit dem Smartphone verbunden ist. Es ist somit ideal für Leute, die in kein neues Auto investieren, die Connected Car Funktionen aber nicht missen wollen.

„Hallo, ich bin Chris“ – Start-up German Au-tolabs entwickelt digitalen Beifahrer
Quelle: Kickstarter German Autolabs

Hinter German Autolabs steckt ein namhaftes Duo

German Autolabs ist ein Technologie-Startup, das sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Durch die Anwendung modernster Softwaretechnologien arbeitet das Berliner Unternehmen an Ideen, die das digitale Leben mit jedem Auto verbinden. Mit Hilfe von Internet-of-Things-Lösungen soll das Fahren so angenehmer und sicherer gemacht werden.

Die beiden Gründer Holger G. Weiss und Patrick Weissert können dabei auf über 30 Jahre Erfahrung im Automobil- und Connected Car-Bereich zurückblicken. Einigen mögen die beiden Namen bekannt sein. Holger G. Weiss hat bereits zwei Projekte erfolgreich auf die Straße gebracht: Den Kartendienst Gate 5, aus dem später der Online-Geodatendienst Here enstanden ist und den Musikstreamingdienst Aupeo.

Chris jetzt auch auf Kickstarter.de

Unter dem Namen „Chris: Your digital co-driver with Artificial Intelligence“ ist das Projekt seit dem 28. März auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter zu finden. Mit der Präsenz auf Kickstarter will das Team von German Autolabs somit nicht nur Investoren akquirieren, sondern auch die Bekanntheit des Produkts steigern. Die Plattform bietet außerdem die Möglichkeit sich mit den zukünftigen Nutzern auszutauschen. So sollen Bedürfnisse bereits in dieser frühen Phase identifiziert und gegebenenfalls in die Produktentwicklung einbezogen werden.

Offiziell soll Chris im Dezember 2017 auf den Markt kommen. Preislich soll er dann bei ca. 300€ liegen.

 

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