Letzte Woche trafen sich in Berlin Mitte einige hundert Stadtplaner, Unternehmer und Startups zum Thema Smart City.

Welche Herausforderungen müssen die Stadtplaner in den kommenden Jahren bedenken? Und wie sehen sie aus – die Mobilitätslösungen für Großstädte oder auch für das Umland? Wie lassen sich Ressourcen wie Sonne und Wind besser für umweltfreundliche Städte einsetzen? Wie können wir das Wachstum der Städte besser planen und umweltgerechter umsetzen?

Ohne Smart City Technologien keine Chance

„Ohne Smart City Technologien werden Städte einfach nicht in der Lage sein, die massiven Herausforderungen wie demografischen Wandel oder Klimawandel zu bewältigen“. Das war die Kernbotschaft der TU Professorin für Stadtplanung Elke Pahl-Weber. Entscheidender Teil dieser Aussage ist wohl das Wort Technologie. Keines der Themen an diesem Diskussionstag rankte sich nicht um Technologie und Digitalisierung.

Solarzellen auf die Straße

Spannend fand ich den Vortrag des Gründers Till Nadolny von Solomove. Er rechnete vor, dass allein in Berlin 10% der Fläche aus Straße bestände, dazu kommen noch die Rollfelder, Parkplätze und Einfahrten. Seine Idee: diese Fläche nicht ausschließlich dem Fahren und Parken zuzuordnen, sondern den Belag mit Solarzellen zu ‚bepflastern’. Seine Entwicklung ist bruchsicher und heizt im Winter so ganz nebenbei noch die Flächen auf: Schneepflug und Eiskratzen ade.

Smart City Barcelona

Wobei die diversen Redner in Berlin nicht müde wurden zu erklären, dass Digitalisierung immer beim Kundennutzen beginne. Sehr weit ist man in Barcelona mit der Entwicklung der Smart City. Die Katalanen haben begriffen, dass mit Digitalisierung und der Verarbeitung von Daten Bürgerinteressen am erfolgreichsten umgestaltet werden können. Bewegungsdaten im Verkehr, mehr digitale Verwaltung, all diese digitalen Projekte werden mit den Bürgern abgestimmt und die Ergebnisse veröffentlicht. Kein Wunder, dass in Barcelona bereits Elektrobusse im Einsatz sind, um somit die Luftwerte in der Stadt zu verbessern. Auch dieses Projekt entstammte einer Befragung der Bürger. So geht Smart City heute.

Kommentar verfassen