Skoda Vision E knackt 500 Kilometer

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Skoda Vision E knackt 500 Kilometer
Quelle: Skoda

Der Skoda Vision E knackt die 500 Kilometer. Das neue Modell des tschechischen Autobauers Skoda wird Ende April auf der Auto Shanghai offiziell präsentiert werden. Es stellt mit seiner Reichweite sowohl den neuen e-Golf wie auch den Nissan Leaf in den Schatten. Auch für Tesla ist er damit eine ernstzunehmende Konkurrenz geworden. „Mit der VISION E geben wir einen Ausblick auf zukünftige SKODA Modelle mit Elektroantrieb“, so Vorstandsvorsitzender Bernhard Maier.

VW und Nissan bleiben zurück

Zum Vergleich: Der e-Golf, der mit nunmehr 100kW Leistung aufwarten kann, erreicht nach NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) die 300 Kilometer. Unter realen Praxisbedingungen komme der e-Golf im Schnitt aber nur auf 200 Kilometer, wie Volkswagen selbst auf seiner Webseite schreibt – je nach Fahrstil, Beladung, Temperatur und Topografie. Daher ist anzunehmen, dass auch die reale Reichweite des Vision E unter den 500km bleiben wird.

Skoda Vision E fährt anderen davon

Ebenso hängt der neue Skoda das momentan weltweit am meisten verkaufte vollelektrisch betriebene Fahrzeug in Sachen Reichweite ab: der Nissan Leaf fährt mit seiner neuen 30kWh Batterie zwar 250 Kilometer (nach NEFZ) weit, danach ist dann aber für mindestens 30 Minuten erstmal Schluss -vorausgesetzt man findet eine Schnellladestation. Die bringt den Leaf in einer halben Stunde wieder auf 80% Ladung.

Skoda hat ehrgeizigen Plan

Dass der Skoda Vision E eine Reichweite von 500 Kilometern haben soll, ist umso bemerkenswerter, da es sich um ein fünftüriges SUV Coupé handelt. Ein Wagen der Größe eines Compact SUVs, dem es auch nicht an Allradantrieb mangelt. Sogar Stufe 3 des autonomen Fahrens erreicht das Modell. Skoda hat sich einen sportlicher Zeitplan gesetzt: „Bis zum Jahr 2025 werden wir neben Plug-in-Hybridfahrzeugen auch fünf rein elektrisch angetriebene Automobile in verschiedenen Segmenten auf den Markt bringen. Damit werden wir in der Lage sein, jedes vierte Auto mit Elektroantrieb anzubieten“, so Maier weiter.

Der erste Blick auf das Interieur des neuen Skoda Vision E
Quelle: Skoda

Schneller – Weiter – Stärker

Der Kampf um die größte Reichweite ist damit längst entbrannt. ‚Schneller, weiter, stärker‘ scheint das derzeitige Motto in der Elektroautombil-Entwicklung zu sein. Die Lithium-Ionen Batterien werden kontinuierlich leistungsstärker. So legten die Batterie des Leaf von 24kWh auf 30kWh zu, die des e-Golf von 85kWh auf 100kWh. Auch seitens der Leistung will sich keiner abhängen lassen: Der Škoda Vision E kommt mit seinen 225kW auf bis zu 180km/h, während der neue e-Golf maximal 150km/h fährt, der Nissan Leaf nur 144km/h. Das Tesla in seinem Modell S mit seinem stärksten Motor (310kW) auf bis zu 250km/h sei einmal außenvorgelassen.

Ständiger Begleiter: Das Lade-Problem

Was aber tun, wenn auch nach 500 Kilometern die Akkus leer sind? Für dieses ewige Problem mit dem Wiederaufladen bietet der Vision E zwar noch keine Lösung, dafür kann Nissan mit seinem e-Power-System schon eine kleine Unabhängigkeit von festen Ladestationen aufzeigen. Das System wurde jetzt erstmals im Nissan Note verbaut und macht das Laden per Kabel wohl großteils überflüssig: es verwendet zum Laden der Batterie einen kleinen Benzinmotor, der aber keine Wirkung auf den Antrieb besitzt. Ebenso wünschenswert ist es aber auch, wenn weiterhin an der flächendeckenden Verfügbarkeit von Schnellladestationen gearbeitet wird.

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