Folgt man dem Global Innovation Index, dann ist die Schweiz seit Jahren das innovativste Land der Welt. Und so ist es kein Wunder, dass in dem kleinen Land erfolgreiche, digitale Geschäftsmodelle auf den Markt kommen. So auch unser heutiger Sharing Anbieter sharoo.

Bereits seit 2011 bietet sharoo seine Sharing Services an. Die Idee entstand als Projekt der Migros Tochter m-way AG, in 2013 wurde das Geschäft in eine eigene Tochter ausgegliedert. Interessant war dann der Einstieg des Schweizer Autovermieters Mobility, der AMAG (größter Importeur von Fahrzeugen in der Schweiz) und des Versicherers Mobiliar. Sharoo hatte ab diesem Zeitpunkt das, wovon andere Startups in der Schweiz träumen: ein scheinbar unerschöpfliches Finanzpolster mit Partnern, die in der Schweiz jeweils eine führende Rolle einnehmen.

Dank sharoo vom Eigentümer zum Vermieter

Die Züricher hatten früh erkannt, dass gerade in einem flächenmäßig kleineren Land mit vielen mittelgroßen Städten Car-sharing sinnvoll angeboten werden kann. Heute sind im Alpenland ca. 4,5 Millionen Autos angemeldet. Diese stehen, wie in anderen Ländern übrigens auch, durchschnittlich 23 von 24 Stunden ungenutzt herum.

Sharoo macht mit seinem Service jeden Autobesitzer zum Vermieter. Dafür nutzen die Eigentümer eine online Plattform und bieten den eigenen Wagen für die zeitliche Nutzung gegen Geld an. So kann mit dem eigenem Auto Geld verdient werden, anstatt es nur nutzlos herumstehen zu lassen.

Über die Sharoo App werden Autobesitzer und Mieter direkt zusammen gebracht. So kann ein in der Nähe stehendes Fahrzeug gefunden und gebucht werden. Die App steuert das Öffnen und Schliessen mit der App und zeigt die Kosten für die Nutzung an.

Vor wenigen Wochen hatten wir von der neuen Daimler App Croove berichtet, die in Deutschland seit Ende 2016 mit einem vergleichbaren Geschäftsmodell am Start ist.

Interessante Fokussierung auf Firmenfahrzeuge

Sharoo hat den Sharing Dienst seit einigen Jahren konsequent für Firmenfahrzeuge erweitert. Die Schweizer werben mit ’sharoo macht deine Poolfahrzeuge zu Instrumenten moderner Mobilität – und profiliert deine Firma als nachhaltiges Unternehmen‘. Es motiviert die teilnehmenden Unternehmen, sich in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht zu beteiligen.

Die Möglichkeit, ganz nebenbei mit dem eigenen Fuhrpark Geld zu verdienen, ist eine frische Ergänzung zu den klassischen ökologischen Vorteilen von Sharing. Gerade in Zeiten ungenutzter Firmenfahrzeuge am Wochenende oder an Feiertagen lassen sich die Autos prima an Privatpersonen vermieten.

Oder die Firmen schaffen ihren eigenen Fuhrpark direkt ab und nutzen als Firmenkunde das schlüssellose Car-sharing Modell. Benzinabrechnungen, Versicherungsprämien, Leasingvertragsabwicklungen und viele organisatorische Verwaltungsakte entfallen dann.

Für Unternehmen ab sechs Mitarbeitern bietet sharoo beispielsweise das flexible PRO Abo an. Hier können die Fahrzeuge intern für Geschäftsfahrten gebucht werden. Ausserhalb der Geschäftszeiten stehen die Autos dann den eigenen Mitarbeitenden oder der gesamten sharoo Nutzer-Community zur Verfügung. Gegen Entgelt – versteht sich.

Oder man erfüllt sich als Privatkunde einfach einmal den Traum der Fahrt mit einem Luxuswagen. Bis zum Jahr 2018 plant sharoo 10.000 Fahrzeuge in der Datenbank zu haben. Wer den Anteil der Luxusfahrzeuge in der Schweiz kennt, der weiß, dass der ein oder andere Porsche, Ferrari oder Tesla darunter sein dürfte.

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