BMWs DriveNow und Car2Go von Daimler wollen fusionieren

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Bild: Car2Go - Die Sharing Angebote von BMW und Daimler wollen fusionieren

Wer wie ich viel in europäischen Großstädten unterwegs ist, der nutzt ausgiebig die digitalen Car-Sharing Angebote. Sowohl die Münchner DriveNow, eine jeweils hälftige Tochter von BMW und Sixt, als auch die Daimler Tochter Car2Go haben gut funktionierende Sharing Lösungen. Einfach die App geöffnet und wenige Minuten später sitzt man in einem BMW, Mercedes oder Smart.

Was bislang im Wettbewerb zueinander stand, steht laut Manager Magazin kurz vor dem Zusammenschluss. „Die Unternehmen wollten den Markt lieber gemeinsam besetzen, bevor sich Konkurrenten wie der amerikanische Taxivermittler Uber in Europa breitmachten.“

In welchen Städten sind die Sharing Angebote aktiv?

Die angebotenen Apps der beiden großen deutschen Fahrzeughersteller sind recht ähnlich aufgebaut. Ihre Nutzung quasi intuitiv und so habe ich beide Sharing Angebote genutzt, abhängig von der Verfügbarkeit in den jeweiligen Städten. Hier ist die derzeitige Verfügbarkeit in Europa aufgeführt:

DriveNow bietet in folgenden Städten ihre Services an: Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Wien, London, Kopenhagen, Stockholm, Brüssel und Mailand.

Car2Go ist bislang in Deutschland in Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, im Rheinland und Stuttgart sowie in vier Städten Italiens, Amsterdam, Stockholm, Madrid und Wien vertreten. Weitere Städte in den USA und Kanada.

Insgesamt haben die beiden Anbieter an die 20.000 Fahrzeuge auf der Straße. Davon sollen bereits mehr als 10% Elektroautos sein, Tendenz steigend. Einzelne Standorte, wie etwa Kopenhagen, setzen zu 100% Elektroautos ein.

Die beiden Anbieter haben also bei deutschen Großstädten lediglich in Stuttgart keine Doppelabdeckung. In der Schwaben Metropole ist ausschließlich Car2Go verfügbar. Und deshalb ist auch sinnvoll, daß beide Fahrzeughersteller sich nun Gedanken machen, wie man die Sharing Angebote vereint und somit deutlich Kosten senkt. Feindbild ist demnach nicht mehr der jeweils andere große Fahrzeughersteller, sonder das amerikanische UBER Modell.

Anscheinend diskutieren die beiden Unternehmen darüber, weitere Mobilitätsteile in die geplante gemeinsame Einheit einzubringen. Das könnte heißen, dass BMW die Marken ParkNow und ChargeNow, Daimler die Plattform Moovel oder den TaxiService MyTaxi einbringen. Noch ist nicht bekannt, ob auch weitere Spieler sich an dem neuen Mobility-Unternehmen beteiligen können.

Es kommt mächtig Bewegung in die Mobilitäts-Szene. Wir werden weiter berichten.

2 KOMMENTARE

  1. Jetzt kommen bald wieder die Kollegen ans Tageslicht, die behaupten sie hätten das immer schon gewusst, das hat sich ja nie gerechnet usw. wartet es mal ab

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