Die deutsche Telekom will ihre Verteilerkästen nutzen und ein flächendeckendes Lade Netz für Elektroautos deutschlandweit aufbauen. Die Details lesen Sie hier:

„Da müssen wir nur noch Stöpsel dranmachen“

Nur den Stöpsel dran und schon hätte Deutschland ein flächendeckendes Lade Netz für Elektroautos. Die Zahl der Möglichkeiten für den Ladevorgang würde sprunghaft steigen. In Deutschland sind 380.000 Kabelverzweiger der deutschen Telekom flächendeckend installiert. Die bekannten unscheinbaren grauen Kästen habe eine eigene Stromversorgung, eine Batterien Pufferung und eine digitale Messstelle. Ideal also für eine Erweiterung zur Ladestation. „Da müssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken“, so der Konzern.

„Wir haben die Chance und die Technologie, beim Ladenetz für Deutschland ein großes Stück voranzukommen“, sagte Vorstandschef Tim Höttges laut Bericht der „Automobilwoche“

Zahl und Preis

Der Preis für eine Ladung und die Installationskosten ist noch unklar. Ein Sprecher der Telekom bestätigte die konkreten Pläne des Telekommunikationsdienstleisters. Es seien  rund 12.000 Standorte für geeignet identifiziert worden. Diese bieten mit Parkmöglichkeiten einen idealen Standort. Die Investitionskosten liegen in einen bedeutenden Millionenbetrag, so der der Vorstandschef Höttges.

Prototypen noch dieses Jahr

Anscheinend hatte da jemand bei der Telekom eine fixe und Idee und diese soll auch umgesetzt werden. Erste Prototypen sollen noch in diesem Jahr installiert werden.  Der Ausbau ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft. Die Telekom will Fördermittel des Bundes einstreichen und auch die Kommunen müssen mitspielen. Diese sollen bei der Erschaffung von Parkraum um die Kabelverzweiger mithelfen.

Genügend Lademöglichkeiten?

Ein Forscherteam des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt „ermittelte für eine Million Elektrofahrzeuge einen Bedarf von etwa 33.000 öffentlichen- und sogenannten halböffentlichen (zum Beispiel beim Einkaufen) Ladepunkten für den Alltagsverkehr. Bei Wegen von mehr als 100 Kilometern Länge (Fernverkehr) werden bis 2020 etwa 2600 öffentliche Ladepunkte benötigt. Zusätzlich dazu sind bis zu 4000 Schnellladepunkte für den Alltagsverkehr empfehlenswert“

Fazit

Spielen Bund und Kommunen mit, kann die Telekom ein bedeutendes Ladenetzwerk in kurzer Zeit und ohne großen Aufwand schaffen und damit ein Drittel der, vom Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, herausgefundenen Lade Punkte zur Verfügung stellen. Ob man die grauen Kästen in der Nähe seines Wohnhauses auch für die private Aufladung erschließen könnte, wäre eine ebenfalls interessante Überlegung.  Warten wir die Prototypen ab, aber eine Hoffnung zur Behebung unsere Ladeproblems steht in Aussicht.

 

2 KOMMENTARE

  1. Sie schreiben im Artikel von „Schnellladen“. Wissen sie mit wieviel kW überhaupt möglich sind an den bestehenden Anschlüssel der Telekom? Ich vermute max. 3,7 kW; ähnlich den Strassenlaternen. Da kann man nicht von Schnellladen sprechen, sondern nur „Laternenladen“ über Nacht.

    Auch wundert mich nicht der Wunsch der Telekom: Kommumen und Bund sollen Fördergelder dafür geben. Ganz nach dem Motto: Verluste solzialieren, Gewinne in die eigene Tasche.

    Besser geht es und ganz ohne BUND Förderung nach diesem Bespiel: http://www.bbheute.de/nachrichten/artikel/detail/stromtankstelle-auf-dem-kirchplatz-9-11-2017/

    Neben Spende an die Gemeinde sind auch andere Modelle möglich: Z.B: Nachbarn schliessen sich zusammen und zahlen die Wallbox, und die Gemeinde übernimmt die andere Kosten.

    Wir von e3charge unterstützen sie dabei: https://www.e3charge.net

    • Hallo e3charge,

      beim Thema „Schnelladen“ könnten Sie durchaus Recht haben. Dieses Thema steht bei der Telekom noch aus und wird wahrscheinlich genauer beleuchtet, wenn die Portotypen bereitgestellt werden.

      MfG das eMobilitäts-Blog Team

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