Die PSA Gruppe kauft Opel und Vauxhall – die Fakten

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PSA kauft Opel und Vauxhall
Image: Groupe PSA - kauft Opel und Vauxhall

In einer Pressekonferenz am Montag Morgen um 9:15 Uhr europäischer Zeit wurden die Einzelheiten beim Kauf von Opel und Vauxhall durch die französische PSA bekannt gegeben. Wir haben ja vor wenigen Wochen bereits darüber berichtet, was dieser Zusammenschluss für die Zukunftsfähigkeit der beteiligten Automobilkonzerne bedeutet.

Die Groupe PSA übernimmt Opel und Vauxhall für insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Für weitere 900 Millionen gehen die europäischen Geschäfte von GM Financial an das französische Unternehmen. An dem Kauf der Finanzsparte beteiligt sich die französische Großbank BNP Paribas. Sie gründet dafür mit PSA ein gemeinsames Joint Venture. Die Franzosen planen, die Finanzierung der Akquisition über die Ausgabe neuer Aktien zu stemmen.

General Motors preist den Zusammenschluss

Mary Barra preist als CEO von General Motors die Vorteile des Zusammenschlusses und dankt den Kollegen von Opel und Vauxhall. Jetzt ließe sich eine ‚Win-Win Situation‘ erzielen. Die Welt verändere sich, politisch aber auch in der Branche, und innerhalb Europas sei das nun eine große Chance für General Motors, an diesen Veränderungen teil zu haben.

Reaktion auf die grundlegenden Veränderungen im Automobilmarkt

Die Akquisition der britischen Vauxhall und der deutschen Marke Opel sei eine Reaktion auf die Veränderungen im Automobilmarkt. Die Kombination sei von Vorteil für den Käufer PSA und für die beiden Automobilmarken Opel und Vauxhall.

General Motors stehe für die Revolution in den Bereichen Transport & Verkehr. In verschiedensten Bereichen der Fahrzeugtypen wurde bereits reagiert. Nun sei es an der Zeit, in Europa neue Fakten zu schaffen.

Die Ratio des Verkaufes von Opel und Vauxhall für GM beruht auf drei Pfeilern

  1. Jetzt konzentriere sich GM auf Ergebnisse, es stünde der Kunde im Mittelpunkt
  2. GM wolle sich ab jetzt auf sein Kerngeschäft konzentrieren und dieses fördern
  3. GM beabsichtige die langfristigen Chancen der Branche nutzen und auf technologischen Fortschritt zu fokussieren. Es gehe darum neue Technologien entwicklen für die Zukunft, Agilität und Geschwindigkeit.

Mary Barra pries dementsprechend auch den Kapital-Allokationsrahmen, es ließen sich dank gemeinsamer Weiterentwicklungen und nicht zuletzt dank des Kaufpreises bessere Margen erzielen. Bei General Motors würden alleine 2 Mrd. US Dollar mit diesem Deal frei gesetzt.

Für die Manager von PSA und Opel bietet der Deal hingegen eine echte Chance für die Zukunft. Opel habe unter der Führung von Karl-Thomas Neumann bewiesen, wie ein Unternehmen wieder Fahrt aufnehmen könne. Insgesamt 1,6 Millionen Fahrzeuge produzierte Opel im vergangenen Jahr mit seinen europaweit 35.000 Mitarbeitern. Und hat sich über die letzten vier Jahre von seinem altbackenen Image verabschiedet.

Nun wolle man bei Elektronik und in andere Bereichen zusammenarbeiten. Alleine auf dem Automobilsalon in Genf würde Opel sieben neue Fahrzeuge präsentieren. Davon seien zwei Fahrzeuge auf einer gemeinsamen Plattform mit PSA entwickelt worden.

Interessant auch der Zusammenschluss bei der Automobilfinanzierung

PSA und BNP Paribas kündigten am gleichen Tag eine langfristige strategische Partnerschaft in der Automobilfinanzierung an. Die gemeinsame Akquisition von Opels und Vauxhalls Finanzierungsgeschäft wurde dementsprechend direkt in einer eigenen Pressemitteilung bekannt gemacht.

Soweit die Fakten, die zum jetzigen Zeitpunkt bekannt gegeben worden sind. Wir werden uns Morgen mit den Hintergründen zu diesem Verkauf von Opel und Vauxhall an PSA beschäftigen. Es bleibt spannend.

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