Unter dem Label Startup Autobahn gründeten Daimler AG, Universität Stuttgart und der US-amerikanische Technikinvestor Plug and Play eine Initiative, um aus der Automobil- und Ingenieursregion Stuttgart eine Art Silicon Valley der Mobilität zu machen.

Designierter Daimler-CEO mit dabei

Dabei knüpfen die Baden-Württemberger an die Tradition der Geburtsregion der Autoindustrie an und bauen rechtzeitig vor, um der Gefahr von Jobverlusten durch die Umstellung auf Elektromobilität vorzubeugen. „Es geht uns zwar um Ideen, vor allem aber auch um Menschen mit ausgeprägtem Erfindergeist, die wir hier in Stuttgart, der Wiege des Automobils, unterstützen wollen“, sagte der Mercedes-Benz Entwicklungschef Ola Källenius, der für die Nachfolge von Daimler-Chef Dieter Zetsche ab 2019 vorgesehen ist.

Innovationsstandort Campus Stuttgart-Vaihingen

In der Arena 2036 auf einem der größten High-Tech Campusse der Republik in Stuttgart-Vaihingen , stellten sich die 13 Teilnehmer der ersten Finalrunde in der künftigen Stuttgarter Forschungsfabrik für automobile Innovationen den fast 1000 Gästen bei der bisher größten Veranstaltung des im Mai 2016 gestarteten Innovations- und Kooperationsprogramms vor.

Auch Porsche macht nun mit

Nach Daimler ist nun auch Porsche Partner der Initiative, die Gründerideen für die Mobilität der Zukunft eruiert und unterstützt. Prominenten Zuwachs gibt es auch auf der Zuliefererseite; die im Weltmarkt jeweils zu den Top 3 gehörenden Unternehmen ZF Friedrichshafen, BASF, Hewlett Packard und der Elektronikspezialist Murata signalisierten ebenfalls ihre Partnerschaft.

Porsche CEO Oliver Blume sagte anlässlich des Einstiegs des zweiten schwäbischen Premiumautomobilherstellers: „Unsere Innovationskultur erhält so einen weiteren Schub.“ Externe Impulse durch Top-Talente beschleunigten dabei die Fortschritte. „Digitalisierung, Elektrifizierung und Konnektivität revolutionieren den Automobilbau. Wir sehen darin eine Chance und wollen sie nutzen.“ Ein Mentoren-Team der Porsche Digital GmbH, die vom automobilen Zukunftsexperten Thilo Koslowski geführt wird, der 2016 von Gartner aus dem Silicon Valley kam, soll die Gründer bei der Entwicklung und Umsetzung von Projektideen unterstützen.

Mehrzahl deutsche und israelische Startups

Die Technikbandbreite der 13 Startups, die letzten Sommer in der ersten Runde ausgewählt worden war, liest sich wie die Zukunftsvision zukünftiger Automobile – elektrisch, elektronisch und selbstfahrend!

Evopark, Blickshift, 4tiitoo und CarJump kommen aus Köln, Stuttgart, München und Berlin. Die bekannte Innovationskraft der Israelis wird durch die Anzahl der Nahost-Unternehmen demonstriert – Argus, Gauzy, HopOn, N-join, Neveto und Vayyar kommen aus Israel. Das internationale Feld wird komplettiert von Canatu aus Finnland, Otonomo aus USA und TruckPad aus Brasilien.

Bereits am Tag nach dem Expo Day begann diese Woche die Vorauswahl der nächsten Startups, wo 39 Kandidaten am Start waren. Der E-Mobilität-Blog veröffentlicht jeweils Dienstags einen Bericht zu Innovationen und Startups – wir werden sowohl die aktuellen 13 Startups sowie die neuen Kandidaten im Auge behalten und berichten.

Kommentar verfassen