PlugSurfing für einen einheitlichen Bezahlvorgang. Die Anzahl der Ladestationen für Elektroautos steigt täglich, die verschiedenen Anbieter und deren Bezahlversionen leider auch. PlugSurfing will dies nun mit einer App lösen und alle Stationen EU-weit abdecken.

Über das Startup

Gegründet wurde PlugSurfing 2012 von Adam Woolway und Jacob van Zonneveld. Die beiden hatten ein Ziel. Es sollte eine Plattform entstehen, die den Elektroautofahrern die Angst vor der begrenzten Reichweite und dem Ladenetzwerk nimmt. Ein Konzept, dass auf die umweltfreundliche Mobilität einzahlen sollte.

Grundproblem

Wer einen normalen Verbrenner fährt, kennt den Tankvorgang nur so. An die nächste Tankstelle fahren, volltanken und mit Bargeld oder Kreditkarte zahlen. Einfach, effektiv, immer möglich. Bei einem Elektroauto kann das schon einmal anders ablaufen, wie wir auch bei unserem Langstreckentest mit dem BMW i3 erfahren haben. In den Städten stehen mittlerweile genügend Ladesäulen zur Verfügung, jedoch kann sich die Abrechnung zuweilen recht kompliziert erweisen. Denn ein Ladesäule hat keinen Tankwart, mal eben bar oder mit der Kreditkarte zahlen – heute leider kaum möglich.

Mögliche Bezahlvarianten

Die einzigen zwei Abrechnungsvarianten der eMobilität sind die App oder die RFID Karte. Bei der Karte wird das Geld über eine Art Chip abgebucht. Problem hier: In Deutschland gibt es ca. 70 Anbieter mit unterschiedlichen Vertragsauflagen. Jeder Anbieter hat also einen anderen Vertrag, eben in die Nachbarstadt fahren und mit der gleichen RFID Karte zahlen, kann also kritisch sein. Weiterhin gibt es auch noch Automobilhersteller abhängige Bezahlvarianten, wie zum Beispiel BMW i Remote, dort kann es schwierig werden, wenn man mit dem Tesla vorfährt.

Lösung PlugSurfing

Das Startup will mit seiner Idee genau dagegen ansteuern. Nur noch eine RFID Karte oder App soll den Zugang zu allen Ladesäulen bieten. Abgedeckt ist die gesamte Ladeinfrastruktur in Europa. Der Dienst ist ähnlich wie PayPal. Das bekannte Prinzip mit dem man überall im Internet einkaufen kann. Mit einem Vertrag bei PlugSurfing kann der Elektroauto Besitzer derzeit an mehr als 35.000 Ladepunkten in 15 Ländern aufladen.

Fazit

Der Service soll für den Nutzer kostenlos sein, die Ladesäulen Besitzer zahlen eine Gebühr. Die Niederlande geht mit gutem Beispiel voran und ist mittlerweile soweit, dass alle Ladestationen von dem Startup abgedeckt sind. In Deutschland sind wir bei 70%. Ein guter Weg für die eMobilität, bei der besonders in Deutschland noch viele Weichen gestellt werden müssen. Die Ladeinfrastruktur wird besonders in Deutschland noch sehr kritisch gesehen, eine einheitliche Bezahlvariante bietet für die Kunden auf jeden Fall die ersten wichtigen Vorteile, die zu einem Kauf eines Elektroautos führen können.

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