Die vielen neuen Fahrer von Elektroautos werden aufatmen. Denn, häufig ist das Auffinden einer Ladesäule in den Innenstädten mühsam genug. Hier muss nicht nur die Ladeinfrastruktur funktionieren, sondern der Stellplatz dafür muss frei sein. Und das wird gerade zu Stoßzeiten in den Innenstädten mühsamer. Zumal der ein oder andere den dortigen Stellplatz nicht nur zum Laden nutzt, sondern dreist die dortige Stellfläche nachhaltig blockiert. Alles schon erlebt.

Um elektrisch betriebene Fahrzeuge im öffentlichen Bereich laden zu können, wird also nicht nur eine funktionierende Ladeinfrastruktur, sondern auch jeweils ein freier Stellplatz zur passenden Ladestation benötigt. Das führt häufig zu Frust und zusätzlichem Zeitverlust auf der Suche nach einer freien Ladesäule.

Parken und Laden leicht gemacht

Zur Erkennung der Verfügbarkeit von Stellplätzen vor Ladesäulen haben die beiden Lösungsanbieter ParkHere und has•to•be eine Kooperation in Kombination mit einer Vernetzung der Parkplatzsensoren von ParkHere sowie dem Ladestations-Management System be.ENERGISED geschlossen. Über das Münchner Startup ParkHere hatten wir vor einigen Wochen bereits berichtet.

Durch die Kooperation bietet die be.ENERGISED Plattform nun eine native Unterstützung für die intelligenten Parkplatzsensoren von ParkHere. Die Informationen werden in Echtzeit mit den Verfügbarkeitsdaten der Ladestationen kominiert. Daten für das Parken und Laden werden zusammengeführt. Diese können in Folge in mobilen Anwendungen oder Navigationssystemen dem Elektroautofahrer direkt angezeigt werden.

Münchner und Salzburger Jungunternehmer im Duett

»Die ParkHere Parkplatzsensoren sind eine für mind. 25 Jahre wartungsfreie und zuverlässige Lösung, um auch existierende Parkflächen mit intelligenten Sensoren nachzurüsten und somit eine genaue Fahrzeugerkennung auf öffentlichen und halböffentlichen Parkflächen zu ermöglichen«, erläutert Clemens Techmer, Co-Gründer von ParkHere die Technologie des jungen Unternehmens, welches im Jahr 2015 gegründet wurde.

»Durch die Vernetzung der Parksensoren mit den bereits existierenden Systemlösungen von has.to.be verfügt die be.ENERGISED Software nun über ein standardisiertes Interface zur Integration von Verfügbarkeitsdaten zu Parkflächen und stellt damit für den Endkunden einen weiteren Service zur Verfügung, um Elektromobilität in Zukunft noch besser erlebbar zu machen«, freut sich Martin Klässner, CEO der has•to•be gmbh.

Bild: ParkHere – Sensoren im Einsatz

has•to•be betreibt mit der cloudbasierten Softwarelösung »be.ENERGISED« eine Monitoring- und Abrechnungssoftware für Ladestationen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen und verwaltet derzeit weltweit rund 7.500 Ladestationen in 11 Ländern. Das Unternehmen wurde 2013 in Salzburg gegründet und beschäftigt heute bereits 29 Mitarbeiter. Neben dem Hauptsitz in Radstadt (Salzburg) unterhält die has•to•be inzwischen weitere Niederlassungen in Berlin und Wien.

ParkHere mit Sitz in München wurde 2015 gegründet. Das Startup ist mittlerweile auf über 25 Mitarbeiter angewachsen und entwickelt und baut den ersten energieautarken Sensor für Parkraumanagement (weder Batterien noch Stromanschluss notwendig).

Und so wird der Parksensor von ParkHere mit der Monitoring- und Abrechnungssoftware für Ladestationen kombiniert. Und fertig ist ein Kooperationsprodukt für Parken und Laden zugleich. Ein ausgezeichneter Gedanke für alle Nutzer von Elektroautos und wieder einmal ein Zeichen dafür, dass Startups im Sinne des Kundennutzens unterwegs sind. Wir werden die Lösung testen und weiter berichten.

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