Opel zieht sich aus Carsharing zurück und überlässt Tamyca das Geschäft

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Mit CarUnity ist Opel, damals noch Teil von General Motors, bereits 2015 ins Carsharing eingestiegen. Anfang Februar dieses Jahres hat Opel alle CarUnity-Nutzerkonten in die Tamyca-App umgezogen und hat das Geschäft damit dem ehemaligen Kooperationspartner überlassen.

Tamyca – Nachhaltigkeit durch das Vermieten des eigenen Autos

150.000 registrierten Nutzern stehen deutschlandweit 15.000 registrierte Autos zur Verfügung. Tamyca bezeichnet sich durch die Eingliederung des Kundenstamms von CarUnity als „Deutschlands größte Plattform für privates Carsharing“.

Von der Spritztour über den Wocheneinkauf bis hin zum Umzug oder der Fahrt in den Urlaub, das Aachener Startup bringt Autobesitzer und Automieter auf einer Plattform zusammen. Und das ist für Autobesitzer kostenfrei und für Automieter sorgenfrei. Denn der deutschlandweite Schutzbrief der R+V und eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sichern den Mieter optimal ab.

Opel zieht sich aus allen Carsharing Aktivitäten zurück

Der Weg für Opel zu einem ernstzunehmenden Teilnehmer des Carsharing-Marktes war schon von Beginn an holprig. Zuerst nur punktuell vertreten, ging die Kooperation mit dem Berliner Carsharing-Startup Spotcar bereits 2015 in die Brüche. Mit Tamyca hatte es dann bis Anfang dieses Jahres geklappt.

Und auch die angekündigte Adaption des Carsharing-Dienst Maven, den General Motors in den USA erfolgreich etabliert hat, wird laut Opel nicht kommen. Die Übernahme des deutschen Automobilherstellers durch den französischen Automobilkonzern Groupe PSA sei Grund dafür gewesen, dass alle Bemühungen im Bereich Carsharing bis auf Weiteres auf Eis gelegt würden.

Was macht die Konkurrenz?

Daimler und BMW haben sich bereits mit Car2go und DriveNow erfolgreich auf dem Carsharing Markt etabliert. Und auch die Idee einer Plattform, auf der Privatleute ihre Fahrzeuge mit anderen teilen können hat Daimler mit dem Car-Sharing-Service Croove aufgenommen.

Ob der Rückzug aus dem Carsharing-Geschäft für Opel ein strategisch sinnvoller Zug ist, wird sich noch zeigen. Klar ist aber, dass Konsumenten die verschiedenen Sharing-Angebote der Konkurrenz gerne annehmen. Wie es mit Opel als Teil der Groupe PSA im Bereich Elektromobilität und Carsharing weitergehen könnte bleibt spannend – wir berichten.

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