Das Ladethema kommt in Schwung. Ganz gleich ob zu Hause, am Arbeitsplatz oder in einer der Ladestationen im Lande. Es kommt Bewegung in die Stromversorgung der Elektroautos. Und es ist an der Zeit.

In Offenbach wird 940V-Hochvolttechnologie gefördert

Jüngstes Beispiel passierte diese Woche im hessischen Offenbach. Dort ist der Standort der ersten öffentlichen Ladesäule mit neuester 940V-Hochvolttechnologie. Hier können gleichzeitig bis zu vier Fahrzeuge mit unterschiedlichen Steckertypen laden. Die Firma Honda R&D Europe baut und betreibt die Ladesäule in einem der modernsten Photovoltaik-Carports am eigenen Firmensitz in Bieber.

Das Forschungsprojekt Smart Company

Die Anlage gehört zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Smart Company“. Die Stadt Offenbach mit dem Amt für Umwelt, Energie u. Klimaschutz und die regionale Projektleitstelle „Modellregion Elektromobilität Rhein-Main“ unterstützen dieses Forschungsprojekt. Der Betrieb an der neu entwickelten Ladestation in Kombination mit Photovoltaik-Technik ist am Montag, 29. Mai, mit einer Eröffnungsfeier gestartet.

Bernhard Maßberg Abteilungsleiter für Mobilität im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMVEL) begrüßte die Maßnahme zur Förderung der Elektromobilität. Der Offenbacher Oberbürgermeister reiste mit einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeug an und gratulierte zur Einrichtung des eigens für die Ladesäulen entwickelten Carports.

Globale Aktivitäten der Elektromobilität von Honda

Honda R&D wird die Anlage auch für interne Forschungsaktivitäten nutzen, um die Entwicklung seiner globalen Aktivitäten im Bereich „Elektromobilität“ voranzutreiben. Für Forschungszwecke werden Daten der Ladevorgänge an der Ladestation erhoben und ausgewertet. „Wir wollen alle aus dem Projekt lernen“, erklärt Honda Projektleiter Martin Stadie. „Das Projekt ist langfristig angelegt. Wir wollen die Elektromobilität weiter voranbringen und neue Synergien für unsere Kunden entwickeln.“

Für die Anlage, die den Anforderungen der aktuellen Ladeinfrastrukturverordnung des Bundes entspricht, hat Honda keine öffentliche Förderung in Anspruch genommen.

Im weiteren Projektverlauf will Honda R&D die Einbindung einer Wasserstofftankstelle mit integrierter Wasserstofferzeugung verwirklichen. Die „Smart Hydrogen Station“ ist eine hochkompakte Anlage zur Wasserstofferzeugung mittels Elektrolyse, integriertem Hochdruckspeicher und Betankungsanlage. Sie wird am Standort Offenbach in das „Smart Company“-Projekt integriert und kann ausschließlich über erneuerbare Energien mit Strom versorgt werden. Sie kann weiterhin als Energiespeicher für den Strommarkt dienen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Der Wasserstoff wird zur Betankung der Brennstoffzellenfahrzeugflotte von Honda genutzt. Im Bereich „Wasserstoffinfrastruktur“ sind ebenfalls zusätzliche Forschungsaktivitäten geplant.

Interessant ist, dass immer mehr Städte und Kreise sich zur individuellen Förderung von Elektromobilität aufmachen. So wie jetzt hier im Zusammenspiel zwischen Offenbach und Honda gaben jüngst BMW und Hamburg ihre Zusammenarbeit im Rahmen von urbanen Mobilitätsprojekten bekannt.

 

Bild und Copyright: Blick auf die Ladestation © Stadt Offenbach georg-foto.de

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