In dieser Woche kommen gleich zwei gute Nachrichten vom Ausbau der Ladestationen im Lande. Sie gelten als eines der wesentlichen Hindernisse auf dem Weg zum Durchbruch für die Elektromobilität: die fehlenden Schnellladestationen.

Verkehrsminister Dobrindt weiht 100. Schnellladestation ein

Ende November brachten wir die News, dass landesweit 400 Schnellladestationen von einem Konsortium in Deutschland geplant wurden. Die Fahrzeughersteller BMW, Daimler, Ford und die Volkswagen Gruppe sowie die Energie-Riesen E.on und innogy planten diesen Ausbau bis zum Ende des Jahres 2017.

Und da ist sie die erste gute Nachricht: ein Viertel dieser Ladestellen ist bereits jetzt fertig gestellt. Der Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat daher in dieser Woche die 100. dieser Schnellladestationen in Betrieb genommen. Und das ausgerechnet vor meiner Haustür, hier in Augsburg an der Autobahnraststätte Augsburg-Ost 🙂

Shell baut Elektro-Ladestationen in Städten

Die zweite gute Nachricht in dieser Woche kommt ausgerechnet vom holländisch-britischen Ölkonzern Shell. Der Ölmulti verkündigte, dass er in Großbritannien und den Niederlanden Ladestellen für Strom installieren wolle. Der Engländer John Abbott,  weltweit für Raffinerie und Vertrieb zuständig, verriet das der „Financial Times“. Interessant an seinem Interview sind zwei Punkte. Einerseits plant er die Installation von Schnellladestationen in der Stadt, andererseits kündigte er an, dass weitere Länder folgen könnten.

Das ist ja nun wirklich mal eine interessante Nachricht. Zunächst erfüllt Shell somit eine vielfach gewünschte Nachfrage nach Ladestationen in Städten. Und dann finden die Fahrer der Elektroautos endlich ihre Stromlader an just den Orten, die sonst ja von den Benzinern und Dieselfahrern angefahren werden. Dort gibt es meist Platz für weitere Zapfsäulen, nur dass wir hier jetzt von Strom und nicht Benzin oder Diesel sprechen.

Mit dem Ladeprozess einher geht eine Wartezeit, die sicherlich zu erhöhtem Umsatz an der Kaffeebar der Tankstelle führen dürfte. Für mich klingt diese Erweiterung nach einer natürlichen Entwicklung für die herkömmlichen Tankstellen. Und wer weiß was in Zukunft an Innovationen an einer Tankstelle auf uns wartet, ich persönlich finde diese Vorstellung sehr vielversprechend. Auch wenn die ersten Schnelllader zunächst in England und den Niederlanden gebaut werden. Die Zeit für Elektromobilität und deren Infrastruktur ist reif – auch in Deutschland.

 

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