Neu im Ländle: Förderung mit BW-e-Gutscheinen

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Infografik des Verkehrsministeriums zur Förderung des Landes BW.
Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Die baden-württembergische Landesregierung weitet die Förderung der Elektromobilität mit den BW-e-Gutscheinen nochmal deutlich aus. Das Ministerium für Verkehr vergibt die Gutscheine seit Anfang November in Baden-Württemberg.

Fördermöglichkeiten auch für Lastenräder, eBusse und eLKW

Die Gutscheine werden unter anderem an gemeinnützige Institutionen, Handwerksbetriebe, Kindertagesstätten sowie Bus- und Taxiunternehmen vergeben und haben keinen Einfluss auf weitere Zuschussmöglichkeiten durch Umweltprämien der Fahrzeughersteller oder Förderungen aus Bundesmitteln. Privatkunden können hingegen nicht aus dem insgesamt über 40 Millionen Euro schweren Fördertopf profitieren. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) erhofft sich durch die BW-e-Gutscheine dennoch einen starken Anstieg an elektrisch betriebenen Fahrzeugen im Ländle: „Mit dem BW-e-Gutschein beschränken wir uns bewusst nicht nur auf das eAuto“, so Hermann. Neben der PKW-Förderung gibt es auch Zuschüsse für die Anschaffung von eBussen, eLKWs, eLastenrädern sowie für eBikes und eRoller.

Förderung nur für jeweils ausgewählte Branchen

Antragsberechtigt für Elektro-PKW sind Taxi- und Mietwagenbetriebe, Carsharinganbieter, Fahrschulen und Pflege- und Sozialdienste in Baden-Württemberg. Möchten Kommunen sowie Landkreise ihre Fahrzeugflotten ebenfalls mit Elektroautos erweitern, erhalten sie Fördermittel nur, wenn sie ihren Standort in einem Luftreinhaltegebiet haben und das Fahrzeug in diesem Gebiet nutzen. Dies gilt auch für Lieferdienste und Kurier-Express-Paketdienste.

Gemeinnützige Organisationen hingegen können Fördermitteln nur für eLastenräder beantragen, sind aber nicht antragsberechtigt, wenn sie ein ePKW anschaffen möchten. Auch Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe können zwar eLastenräder bezuschussen lassen, bleiben bei eAutos aber außen vor. Hier wäre für die unterschiedlichen Betriebe mit verschiedenen Anforderungen sicher mehr Flexibilität wünschenswert gewesen.

Anträge auch bei Leasingfahrzeugen möglich

Pro neu zugelassenem rein batteriebetriebenen Elektrofahrzeug ist eine Fördersumme vom 6.000 Euro Über die L-Bank möglich. Bei Plug-in-Hybriden stehen 1.500 Euro pro Fahrzeug zur Verfügung.

Grundsätzlich besteht die Fördermöglichkeit auch bei Leasingfahrzeugen, die Auszahlnug erfolgt dann allerdings proportional zur Leasingdauer. Bei einer Leasingdauer von drei Jahren erfolgt also eine jährliche Auszahlung von 2.000 Euro bzw. 500 Euro bei Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen.

Busunternehmen haben die Möglichkeit bis zu 100.000 Euro pro neuem elektrischem Bus aus den Fördermitteln zu erhalten. Die selbe Summe winkt Unternehmen, die ihre Fahrzeugflotte auf elektrisch betriebene LKW umstellen.

Förderung auch für kommunale Abstellplätze

Kommunen können ebenso Zuschüsse von bis zu 1.500 Euro erhalten, wenn sie an ÖPNV-Haltestellen spezielle Abstell- und Ladeplätze für E-Bikes, Pedelecs oder Elektroroller zur Verfügung stellen. Durch die Förderung erhöht das Land die Anreize für Kommunen, sich aktiv am Mobilitätswandel zu beteiligen.

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