Merkel gibt eFahrzeugziel 2020 auf – die Gründe

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Jahr 2016 große Pläne für die Kaufprämie in der Elektromobilität. Seit Juli ermöglichte die Bundesregierung Käufern von Elektroautos die Bezuschussung ihrer Investition. Das damalige Ziel war hoch gesteckt und lautete:

  • einer Million E-Autos auf deutschen Straßen bis 2020

Hohes Ziel, tiefer Fall

Der Realismus scheint jedoch in Berlin eingekehrt zu sein. Ein Grund warum die Bundesregierung ihr Ziel vorerst aufgibt, ist dass Elektroautos zwar als wichtig für Klimaschutz und Energiewende gelten, die Deutschen jedoch lieber Diesel oder Benziner kaufen. Mit den Worten:

„So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen“

schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel die hohen Pläne der Regierung für die Elektromobilitätsbranche ab. Der  Verkauf von Elektroautos lief schleppend an und nahm leider nie wirklich Fahrt auf. Bis Ende 2016 wurden insgesamt nur 15.348 Anträge ausgefüllt. Bis März 2017, waren 6.325 neue Anträge hinzugekommen. Das heißt bis zum Jahr 2020 müssten noch ca. 980.000 Anträge gestellt werden – hoffnungslos, oder doch nicht?

Merkel übt Optimismus

Zum jetzigen Zeitpunkt kann keiner von einer Erreichung der hochgesteckten Ziele reden, jedoch betrachtet die Bundeskanzlerin den möglichen Durchbruch von Elektroantrieben ähnlich wie bei dem Durchbruch vor einigen Jahren bei Smartphones. Die Möglichkeit besteht, die Faktoren kennt jedoch noch keiner.

Für die meisten Deutschen ist die Elektromobilität noch eine ungewisse Materie. Viele sind davon überzeugt, dass Elektroautos nicht weit genug fahren und es zu wenige Ladestationen gibt. Dies stimmt nur zu Teilen, jedoch hat die Bundesregierung auch die aktive Förderung der Maßnahmen verschlafen. Zu wenige Informationen drangen zu den potenziellen Käufern durch.

Inhalte der Förderung

Für den Kauf eines Elektroautos zahlt der Bund eine Prämie von 4.000 Euro. Man solle meinen, dass diese Zahlung den Preisunterschied, besonders bei den Kleinwagen, ausgleicht. Plug-In-Hybride werden weiterhin mit 3.000 Euro gefördert.

Batteriezellen – Bau in Deutschland?

Angela Merkel hat die gesamte eMobilität keinesfalls abgeschrieben. Batteriezellen, die wichtigste Komponente im Elektroauto, sollen in Zukunft nach Ansicht der Kanzlerin in Deutschland produziert werden:

„Wir müssen zurzeit die Zellen importieren. Aber für die weitere Entwicklung der Elektromobilität wäre es schon wünschenswert, bei den neuen Zelltypen dann auch dabei zu sein, wenn neue Entwicklungen da sind“ so die Bundeskanzlerin in ihrem wöchentlichen Videopodcast.

Deutschland muss dafür bei der Erforschung der leistungsfähigeren Lithium-Ionen-Batterien vorne dabei sein. Die Situation für Professuren im Themenfeld Elektrochemie hat sich mittlerweile verbessert und daraus ergibt sich die Möglichkeit, dass Europa und besonders Deutschland vorne mitentwickelt.

Fazit zu den Förderungszielen von Angela Merkel

Die Träume der Bundesregierung in Sache eMobilität scheinen noch in weiter Ferne. Die Förderungsanträge sind zwar noch weiter erhältlich, jedoch scheint der Anreiz für den Kauf von Elektroautos trotzdem nicht groß genug zu sein. Unsere Frage hierzu; warum schaffen es die Norweger? Denn diese gelten als Vorreiter in der Absatzförderung von Elektroautos.

2 KOMMENTARE

    • Hallo Prius, die Gründe sind vielleicht zu sehr in den Zeilen versteckt. Für die Bundesregierung sind es zu wenig Anträge, die nicht ansatzweise die gesteckten Ziele erreichbar machen und leider auch zu wenige potenzielle Käufer. Die deutschen scheinen der emobilität noch zu unaufgeschlossen.

      Die Regierung versucht jetzt auszuweichen und neue Ziele, zB bei der Batterie poroduktion zu verfolgen.

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