Lucid Motors setzt Tesla mit Luxus-Elektroautos unter Druck

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Lucid Motors

„We are a luxury mobility company reimagining what a car can be“ (Lucid Motors)

Zum heutigen Nikolaus-Startup-Tuesday stellen wir ein Unternehmen vor, das weit entfernt scheint vom typischen Garagen-Charm einiger Startups, die wir in der Vergangenheit vorgestellt haben. Denn das kalifornische Startup Lucid Motors definiert sich selbst als führend in einer neuen Ära der Luxus-Mobilität.

Elekromobilität als intuitives, befreiendes, grenzenloses Erlebnis, bei dem die Kombination aus den effizientesten Technologien und einem hochwertigen Design die Konkurrenz in den Schatten stellen soll. So jedenfalls der Plan des Unternehmens.

Aus Atieva wird Lucid Motors

Was bis vor kurzen Atieva war, heißt heute Lucid Motors. Das Unternehmen denkt um und wendet sich von den konventionellen Erwartungen an Autos ab. Batterie, Getriebe und Motor werden sowohl technologisch, als auch von der räumlichen Position effizienter gestaltet. Vor allem aber der Innenraum des Autos soll die Konsumenten überraschen. So wäre statt der klassischen Rückbank beispielsweise eine Schlafgelegenheit denkbar.

Diese Neudefinition von Mobilität findet auch bei finanzierungskräftigen Partnern Zuspruch. Unter anderem unterstützt Jia Yueting, der übrigens auch hinter dem Elektroauto-Startup LeEco steckt.

10.000 Fahrzeuge bis 2018

Vor wenigen Wochen wurde ein erstes Lucid-Modell auf der Motorshow in Los Angeles vorgestellt. Außerdem hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass 700 Millionen USD in eine Fabrik in Arizona investiert werden, in der bis 2018 etwa 10.000 Fahrzeuge produziert werden sollen. Und in den folgenden Jahren dann je 60.000.

Lucid Motors macht Druck, vor allem Tesla. Gesicht von Lucid Motors ist seit 2013 Peter Rawklison, er war vorher Vizepräsident von Tesla und Chefingenieur für den Tesla S. Gründe für den Wechsel nennt er selbst nicht. Außerdem heißt es aus verschiedenen Expertenbeurteilungen, dass man sich bei den Lucid Modellen auf eine Reichweite von 500 Kilometern, bis zu 1.200 PS und 300 km/h verlassen dürfte.

Geht das? Lucid hat seinen Motor in einen Mercedes Vito eingebaut und ihn gegen andere Autos antreten lassen:

Wie viel Einfluss haben die chinesischen Geldgeber wirklich?

Tesla hat gezeigt, dass es möglich ist ein Automobilunternehmen aus dem Nichts aufzubauen. Viele Gründer nehmen sich daran ein Beispiel. Auch bei den Elektroauto-Startups Faraday, LeEco oder BYD unterstützen chinesische Geldgeber das Sichern wichtiger Marktanteile. Hinzuzufügen ist aber, dass laut IT-Times, Analysten bei Morgan Stanley und der Citibank den Boom in der chinesischen Autoindustrie vor dem Ende sehen.

Übrigens: Über die Herausforderungen, vor die die aus China geförderten Startups Atieva (heute Lucid Motors) und LeEco den Elektroautobauer Tesla stellen, haben wir bereits berichtet. Klickt mal rein!

Startups wie Atieva und LeEco greifen Tesla in Kalifornien an

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