Nach einem langen Tag im Büro ist ein bisschen Sport – nicht in sitzender Position – das Richtige für Bruin Bergmeester. Der Niederländer ging gerne ins Fitnessstudio um auf einem Laufband nach der Arbeit noch ein wenig Abwechslung zu haben. Eines Tages kam ihm der Gedanke, das Laufband nach draußen zu verlagern. So entstand nach und nach die Idee für Lopifit – das Laufband-Fahrrad.

Spazieren gehen mit 25 km/h

Durch einfaches Gehen wird das Laufband auf dem Gefährt aktiviert und der Elektromotor treibt das Lopifit an. Genauer gesagt registriert ein Sensor die Bewegung des Laufbandes und eine elektronische Steuerungseinheit aktiviert den E-Motor. Das Laufband ist demnach nicht direkt mit dem Motor verbunden. Bis zu 25 km/h kann man damit erreichen. Auch wenn man die Füße nicht mehr bewegt läuft der E-Motor gleichmäßig weiter. Der Akku sitzt unter dem Gepäckträger am Heck des Fahrrads. Wenn man die Bremshebel zieht wird der Motor deaktiviert und die Räder werden abgebremst. Die maximale Entfernung beträgt 55 km. Über eine kleine Armatur am Lenker wird der Akkustand angezeigt und die Kraft des Motors kann zwischen „Low“, „Med“ und „High“ gewählt werden.

Das Lopifit ist sehr robust aus Stahl gebaut. Das Gewicht beträgt satte 45 kg. Allerdings muss auch das Laufband robust genug sein, um Stöße von unten in Kombination mit dem Gewicht von oben zu verkraften. Die Länge von 2,5 m und das Gewicht machen den Transport über Treppen oder im ÖPNV nicht gerade leicht.

Für wen eignet sich das Lopifit?

Obwohl es sehr schwer und ungewöhnlich lang ist, so hat das Lopifit doch einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen Fahrrädern dieser Welt. Man steht darauf. Das bedeutet, man kann sich auch im feinsten Zwirn mit 25 km/h fortbewegen und muss nicht aufpassen, dass der Rock oder die Anzughose eingeklemmt auf dem Sattel knittert, reißt oder in die Kette gerät und für immer ruiniert ist. Für Pendler ist es also bislang die einzige Option, bei der man sich keine Gedanken machen muss, ob die Kleidung die Fahrt gut übersteht. Das dürfte auch der Grund sein, warum dieses Gefährt in Qatar extrem beliebt ist. Dort tragen die Menschen lange Gewänder an Stelle von Hosen.

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