LimeBike, unser heutiges Startup zum wöchentlichen Startup-Tuesday, bietet seinen Nutzern das Entleihen von Fahrrädern schnell, unkompliziert und bezahlbar an. Mit GPS-Sendern ausgestattet, braucht es dann keine zentrale Dockingstation für die Fahrräder mehr, sondern der Nutzer kann sich einfach ansehen, wo das für ihn nächste bestgelegene Fahrrad steht.

Wer häufiger Fahrrad-Sharing Dienste nutzt kennt den Stress, wenn man nochmal extra in die Pedale treten muss um das Rad noch rechtzeitig wieder zurück an die Dockingstation zu bringen. LimeBike will das anders machen.

Die Idee

LimeBike will die Vision eines urbanen Umfelds verwirklichen, in dem Fahrradfahren neben den öffentlichen Verkehrsmitteln eine verlockende Alternative wird. Ein sportliches Ziel, wenn man bedenkt, dass nur zwei Prozent der Amerikaner in der sonnigen Gegend um San Francisco fahrradfahren. Im Vergleich zu den Niederlanden, wo 27 Prozent radeln.

“Bike networks will hit a tipping point when we make bicycles widely available and universally affordable. When we begin to have bikes within a couple of blocks and only pay a small amount to access them, we can turn the bicycle into a mass transportation network and redesign our cities for people instead of cars.” Toby Sun, CEO und Mitbegründer von LimeBike.

Das junge Startup möchte das durch eine enge Zusammenarbeit mit Städten und Hochschulen schaffen und sich individuell an die Anforderungen der jeweiligen Regionen und Zielgruppen anpassen.

Investition für LimeBike amerikaweit

Mitte März konnte das Startup Investoren davon überzeugen, die Idee des Dockless Bike Sharing, amerikaweit auszubreiten. Infolge dessen konnte LimeBike Fördersummen in Höhe von 12 Millionen USD für ihr Ziel gewinnen, Mobilität im urbanen Bereich sowie auf jeglicher Art von Campus zu revolutionieren.

Aktuell befindet sich das Unternehmen in verschiedenen amerikanischen Städten im Rollout. Über die App soll man dann sehen können, wie viele Fahrräder in der direkten Umgebung verfügbar sind und mit nur zwei Klicks bereits für nur einen Dollar losradeln können. Im Hochschulumfeld soll das Entleihen der Räder komplett umsonst sein.

…und wie wäre der deutsche Markt?

  • Bike Sharing hilft, gerade die kurzen Strecken im urbanen Umfeld zu überbrücken.
  • Fahrradfahren reduziert ökologische Konsequenzen, die kurze Autostrecken verursachen.
  • Fahrräder auf den Straßen kurbeln das ökonomische Wachstum an (wohl um bis zu 30 Prozent).
  • Fahrradfahren ist eine gesunde Fortbewegungsalternative und kann chronische Krankheiten um bis zu 50 Prozent reduzieren.
  • Räder können eines der fairsten Transportmittel sein. Es ist günstig und für jeden zugänglich.

Das sind die Vorteile auf denen das Startup sein Geschäftsmodell gründet. Kann das auch in Deutschland funktionieren? Dass Bike-Sharing teilweise so gar nicht bei der Zielgruppe ankommt, haben wir schon mal berichtet.

Schauen wir mal nach Berlin. Denn dort ist der Bike Sharing Markt bereits heiß umkämpft. DB Rent, die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn und Nextbike buhlen um die Aufmerksamkeit der radelfreudigen Großstädter. Und diese nutzen die Services gerne.

Ob man nun aber hoffen darf, dass die stationsfreie Lösung von LimeBike auch bald überall in Deutschland verfügbar sein wird bleibt fraglich. Die Idee, dass man das Rad nicht mehr zurück an die Dockingstation bringen muss, könnte aber funktionieren. Das würde Bike-Sharing in Deutschland deutlich nutzerfreundlicher machen.

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