Die eMobilität gilt gemäß der letzten Medienberichte als möglicher Jobkiller in der Automobilbranche und dies im großen Ausmaß. Der Zulieferer ZF rechnet langfristig mit einem Abbau von 100.000 Stellen. Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück widerspricht mit seiner neusten Aussage solchen Horror Szenarien und meint, dass er im Zuge der Elektromobilität nicht mit einem massiven Stellenabbau rechnet.

„Es hat sich gezeigt, dass wir die Technologie gebraucht haben und trotzdem enorm viele Jobs schaffen konnten. So wird es auch bei der E-Mobilität sein.“

Gegenüber dem Branchenblatt „Automobilwoche“ sagte Hück, dass auch in den 1990er Jahren mit menschenleeren Fabriken nach dem Einzug der Roboter gerechnet wurde und dies nicht eingetreten war.

Die Branche sieht die Gefahr der eMobilität

Nach Einschätzungen der IG Metall werden trotzdem drastische Veränderungen für die Beschäftigten zu spüren sein. Daimler-Betriebsratschef Brecht sagte dazu „Jede Menge Beschäftigte müssen umqualifiziert werden“. „Ohne Ausgleich bliebe von heute sieben Arbeitsplätzen in der Motoren- und Aggregatefertigung nur einer (Manager Magazin)“. Dies gilt jedoch nur bei einer 100 prozentigen Fertigung von Elektroautos.

Maßnahmen gegen einen möglichen Stellenabbau bei Daimler

Michael Brecht will bei Mercedes eine interne Fertigung von eMotoren erwirken, da er um den Personalstand fürchtet. In der Belegschaft wird erwartet, dass das Unternehmen die Investitionen am Batteriestandort Kamenz nochmals prüft und auch Kapazitäten für die Produktion von Batterien in Untertürkheim schafft“ so Betriebsratschef Wolfgang Nieke.

Für die Werke Bremen und Sindelfingen hat Mercedes bereits Absichtserklärungen mit dem Betriebsrat unterschrieben. In denen geht es um die Produktion von Elektroautos an beiden Standorten, dies bietet jedoch keine totale Sicherheit für die Arbeiter.

Die nächsten Jahre sind sicher

Jedoch dauert der Übergang zur eMobilität, nach den Ansichten von ZF-Chef Stefan Sommer, wahrscheinlich noch mindestens 10 Jahre. Nach der Wahl von Donald Trump in den USA rechnet man mit eher konservativen Sichten auf den Märkten. In Europa ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur maßgebend, um in der eMobilität voranzuschreiten. Verschärfte Regulierungen oder Einfahrverbote sind in den Städten bereits umgesetzt worden und werden auch in Zukunft in strenger Form für Nicht – eAutos zu erwarten sein.

Anstieg der Beschäftigung möglich

Ein Anstieg der Beschäftigungszahlen ist sogar denkbar. Dafür sorgen neben wachsenden Märkten momentan besonders die Plugin Technologien. Die Verbindung der Elektromotoren, wie beim BMW i8 oder in Perfektion beim Porsche 918 Spyder sind sehr komplex und benötigen viel Know-how. Man rechnet erst ab 2025 mit einer Ablösung der Plugin Hybride durch reine Elektroautos.

1 KOMMENTAR

  1. Da macht irgend ein Lobbyist wieder einmal Panik, ja ZF Getriebe usw, werden in kleinen Schritten fortfallen aber dafür werden andere Fertigungstechniken ein Umdenken bei vielen Managern erforderlich machen und neue Produkte entwickelt werden, also nach der Devise ein Fahrrad bleibt nicht immer das Gleiche so geht es mit dem E_Auto. Baut doch für die Ersten 2 Millionen Autos erst einmal AKKU -Einschub-Schnell-Wechseltechnik da schafft auch bei den Tankstellen die Bereitschaft einzusteigen, dann mit der Weiterentwicklung wird anderes Zubehör erforderlich werden auch hier völlig neue Fertigungstechnologien zum Lernen muss sich keiner zu Schade sein.
    Aber zu aller erst muß in großen Stückzahlen gebaut hierbei können die Chassisformen beibehalten werden und nur das Fahrgestell muss eine Neukonzeption beinhalten, nicht immer
    gleich das Unmögliche Machbare beginnen sondern das Gute vorhandene sinnvoll und kreativ verwerten, vor allem der Preis kann bei Großserien Produktion bei 12-14000 Euro liegen, muss erst wieder ein „Henry Ford“ Euch Beine machen. Mein E-Auto 1979 Golfcaddy als Shopper in Handarbeit Straßentauglich umgebaut mit Holzchassis im Warmwasserbad gebogen ,fuhr 25-40km/h das ist jetzt 36 Jahre her da eine arrogante Autolobby immer noch nicht die Zeichen der Zeit für sich und besonders für Ihre Kinder und Enkel verstanden hat Herr Zetsche nur Fördermitte l kassieren von angeheuerten ehm. Politikern!

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