IONITY: High-Power Everywhere

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IONITY
Quelle: Daimler Global Media Site

Was hält einen davon ab, sich ein Elektro-Auto zu kaufen? Oft werden die aktuell noch begrenzte Reichweite sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur genannt. Was, wenn dort, wo man aufladen möchte, keine Ladestation verfügbar ist? Dahinter steckt das „Henne-Ei-Problem“. Ohne ausgebaute Ladeinfrastruktur können E-Autos sich nicht durchsetzen. Zur gleichen Zeit jedoch zögern die Autobauer, den Ausbau der Produktion von E-Autos voranzutreiben, wenn Ladestationen bisher fehlen. Idealerweise ist Laden nicht nur Zuhause, sondern auch am Arbeitsplatz, in der Stadt oder auf Rastplätzen möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die größten Automobilhersteller zusammengetan und das Gemeinschaftsunternehmen IONITY gegründet.

IONITY – Europa gemeinsam vernetzen

IONITY ist der Markenname des High-Power-Charging-Ladenetzwerkes von der BMW Group, der Daimler AG, der Ford Motor Company und dem Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche. Das Joint Venture in München wird von Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) geführt. Sowohl Groll als auch Hajesch sind erfahrene Experten im Bereich Ladeinfrastruktur.

„Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar. Die Gründung von IONITY ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Automobilhersteller ihre Kräfte dazu bündeln. Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel“, so Michael Hajesch.

IONITYs Ziel bis 2020

Rund 400 Schnellladestationen soll es bis 2020 an mehreren Standorten geben, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Es entstehen dadurch tausende HPC-Ladepunkte. Noch in diesem Jahr werden die ersten 20 Stationen aufgebaut. Mit dem europäischen Schnellladestandard CCS wird eine Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht. Aufgrund der europaweiten Verbreitung und der einfachen Zugänglichkeit wird sich die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge steigern.

Zu bedenken ist jedoch, dass die super schnelle Ladeleistung eine hohe Belastung für das lokale Stromnetz bedeutet. Einfache Ladesäulen mit einer niedrigeren Ladeleistung könnte man deutlich verträglicher in das Stromnetz einbinden, jedoch würde der Ladevorgang dann auch nicht nur 20 bis 30 Minuten dauern.

IONITY ermöglicht Aufladen alle 120 km

In mehreren europäischen Ländern werden Ladestationen mit einem Abstand von 120 Kilometer an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen errichtet. Dabei profitiert IONITY von starken Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K und OMV. Bereits im nächsten Jahr soll die europaweite Aufstockung auf über hundert Schnellladestationen erfolgen.

Die Verbindung zwischen Alt und Neu

IONITY nutzt die bereits bestehende Infrastruktur und verbindet diese intelligent mit der neuen Infrastruktur. Wichtig ist dabei ein intensiver Austausch mit bestehenden Infrastrukturinitiativen, die unter anderem von der Politik unterstützt werden. Hinzukommend ist das Gemeinschaftsunternehmen stark daran interessiert, sich in Zukunft auch mit weiteren Automobilherstellern zu vernetzen und den Ausbau des Netzwerkes weiter voranzutreiben.

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