inCharge – die Schweden kommen – mit Ladestationen

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Quelle: Vattenfall - inCharge Programm für Ladestationen gestartet

Die Vision ist klar: „wir wollen den Fahrern von Elektroautos die Fahrt von Nord-Schweden nach Süd-Deutschland ermöglichen“. Der schwedische Stromkonzern Vattenfall arbeitet an der Umsetzung dieser Vision. Und er legt mit dem Aufbau seines inCharge Ladenetzwerkes den Finger in die Wunde für den bislang schleppenden Absatz von Elektroautos in Deutschland.

Reichweitenangst verschreckt potentielle Käufer

Die sogenannte Reichweitenangst macht den potentiellen Käufern Sorgen. Kein Wunder: in Deutschland sind bislang gut 6.600 Ladesäulen mit ca. 18.500 Ladepunkten aktiv. Diese Ladestationen sind vor allem in den Städten zu finden. Das reicht dann vielleicht gerade für die Fahrt zum Arbeitsplatz oder zum Einkauf. Doch echte Mobilität an Wochenende oder in den Ferien sieht eben anders aus.

Zusätzlich verwirren fehlende Standards bei den Ladesystemen die potentiellen Käufer der Elektroautos. Tesla hat seine eigenen Schnellladestationen, deutsche Hersteller verwenden ein anders System als ihre französischen Partner, die Japaner wiederum setzen auf eigene Charger. Das ist so, als wenn man heute auf Reisen noch für den Stecker von Haarfön oder Mobilcharger eine Serie an Adaptern für das jeweilige Reiseland einpacken muss. Das soll der Kunde dann verstehen.

Das inCharge Netzwerk ist das Größte in Nordeuropa

Wir berichteten kürzlich von Bewegung bei den Schnellladestationen in Baden-Württemberg. Und jetzt kommen zusätzlich die Schweden! Mit 2.732 Ladestationen ist Vattenfall bereits heute einer der größten Anbieter für den Strom für Elektrofahrzeuge in Europa. Der Fokus liegt bislang neben Schweden selbst auf den Niederlanden und eben Deutschland. Hier sind die Nordeuropäer bereits mit Pilotprojekten in Hamburg und Berlin aktiv. In beiden Ballungszentren können die Besitzer der Vattenfall Ladekarte 100% Ökostrom auftanken.

Die neuen Ladestationen sollen über Kommunen, Unternehmen jeder Größenordnung und private Ladesäulen umgesetzt werden. Dann können Kunden und Mitarbeiter von Unternehmen die Ladevorgänge individuell vollziehen. Die jeweilige Abrechnung erfolgt über die inCharge App, die Ladekarte oder den RFID-tag.

Interessant ist, dass Vattenfall ja bereits bei der größten europäischen Ladeinfrastruktur Hubject mitmischt. Hier sind 40.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern verbunden, wir berichteten.

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