Die IAA gilt als die wichtigste Messe der Automobilindustrie und doch bleiben einige Hersteller weg bei denen wir gerne nähere Infos und Bilder der Autos erhalten hätten. Zum Beispiel müssen wir uns noch mit der Übertragung der Bilder des Tesla Model 3 begnügen und werden diesen auch auf der Messe nicht in voller Schönheit zu Gesicht bekommen. Da kommt die Frage auf: Wie viel eMobilität steckt überhaupt in dieser Automobilmesse?

Mercedes, Audi & Co. Präsentieren elektrische Varianten

Vorab gesagt, durch den Dieselskandal gefördert, kommen doch einige Hersteller mit ihren elektrisierten Konzept-Automobilen und denen die eventuell einmal in Serie gehen könnten. Mercedes zeigt sein Konzept EQ C und BMW zeigt die elektrische Variante des beliebten 3er BMW. Auch Audi und andere Hersteller zeigen ihre Modelle.

Mercedes EQ

Die neue Produktmarke für den eigenen Elektromobilitätsauftritt präsentierten die Schwaben auf dem Pariser Autosalon. EQ steht für „Electric Intelligence“ und mit dem „Concept EQ“ will Mercedes zeigen, wie ein sportliches SUV Coupé mit batterieelektrischem Antrieb aussehen kann. Zwei Elektromotoren sollen bis zu 300 kW Leistung erbringen und ein permanenter Allradantrieb sorgt für den Vortrieb. Die Reichweite soll bei bis zu 500 Kilometern liegen.

„Das Serienauto wird über beide Achsen angetrieben und die Motorleistung wird bei bis zu 300 Kilowatt liegen“, Jörg Weinhold, Produktmanager EQ C.

AMG bringt Hypercar

Hypercars mit Elektroantrieb sind nichts Neues. Porsche hat den 918 Spyder bereits mit einem eMotor ausgestattet und auch der neue Aston Martin Valkyrie nutzt elektrische Power. AMG will mit dem Project One einen, an die Formel 1 angelehnten, Renner bauen der mit aus 1,6-Liter-V6-Turbobenziner (ca. 760 PS) plus vier Elektromotoren eine Maximalleistung von circa 1035 PS generiert. Die Elektromotoren sollen dabei bis zu 410 PS der Leistung übernehmen. Leider wird, wie bei Hypercars üblich, nur eine geringe Menge produziert. In diesem Fall 275 Stück.

Audi den e-Tron

Bereits auf der IAA 2015 stellen die Ingolstädter ihr Konzept, den Audi e-tron vor. Im Spätsommer nächstes Jahr soll der Wagen vielleicht sogar schon vom Band laufen, mit bis zu 500 km Reichweite. Das Luxus E-SUV-Coupé e-tron Sportback Concept soll zu 85 Prozent der Serie entsprechen und bietet momentan 503 PS aus drei Elektromotoren.

BMW 3er und i Modelle

Auf den Straßen sehen wir hauptsächlich die Modelle von BMW, wenn wir von den dt. Herstellern ausgehen. Der i3 und i8 sind bereits für ihre Verhältnisse erfolgreiche Elektroautomobile. Der i3 hatte bereits ein Batterien Update bekommen und ein i3s soll bald die Modellpalette erweitern und die sportlichen Elektroauto Besitzer ansprechen. Das bedeutet konkret mehr Leistung (184 PS), strafferes Fahrwerk und wahrscheinlich optische Anpassungen.

Der i8 wird, wie bereits berichtet, als Spyder auf den Markt kommen und ein Facelift erhalten.

Jaguar i-Pace

Der i-Pace wird wahrscheinlich mit seiner Serienversion vorgestellt. Mit 400 PS und 500 Kilometer Reichweite könnte er ein ernstzunehmender Gegner für das Tesla Model X werden.

VW

Der elektrischen Bully I.D. Buzz wurde bereits vorgestellt und auf der Messe werden wahrscheinlihch auch weitere I.D.-Modelle sichtbar sein. Die Wolfsburger wollen 2025 Weltmarktführer bei der E-Mobilität sein. Heute mit Konzeptcars morgen eine Million Stromer im Jahr. Ehrgeizige Ziele oder Realitätsverlust?

Japanische Hersteller

Eigentlich sind die Japaner in Sachen Hybrid und Elektromotoren oft Innovationsführer. Dieses Jahr wird man jedoch keine Wagen der Marken Toyota und Nissan sehen, die Einführungen sollen erst später stattfinden.

Nicht auf der IAA sind Volvo, Peugeot Citroën und Mitsubishi.

 

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