Hochleistungsladesäule – von Null auf Hundert in zehn Minuten

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Hochleistungsladesäule von Siemens - Von Null auf Hundert in zehn Minuten
Quelle: Siemens

Hochleistungsladesäule von Siemens – von Null auf Hundert in zehn Minuten. Das wäre ungefähr genauso lang, wie wenn man kurz an der Tankstelle anhält, um Diesel oder Benzin nachzufüllen. Zugegeben, danach hätte man eine wesentlich größere Reichweite. Aber in Sachen Ladezeit für E-Autos ist das doch ein kleiner Fortschritt, den Siemens da mit seiner Hochleistungsladesäule präsentiert.

Die Hochleistungsladesäule ist mit allem kompatibel

Das brandenburgisch-bayerische Unternehmen will bei den Ladestationen jetzt auch mitmischen. Anfang Mai brachte der Technologiekonzern seine Hochleistungsladesäule heraus, die mit einer Spannung von bis zu 920 Volt und einer Leistung von 150 kW Elektroautos aufladen können soll. Zudem ist die Station laut Hersteller kompatibel mit allen aktuellen und künftigen E-Fahrzeugen. Alle gängigen Ladeanschlüsse – CCS, CHAdeMo und Typ 2 – seien vorhanden. Eine Hochleistungsladesäule ist sie wohl auch deshalb, weil bis zu drei Fahrzeuge gleichzeitig aufgeladen werden können. Damit kommt man dem Konzept einer traditionelle Tankstelle hier doch auch etwas näher. Vielleicht könnte diese Art sogar an Tankstellen integriert werden?

Bequem von Stuttgart nach Karlsruhe

Durch die hohe Spannung sollen die Akkus der E-Autos in zehn Minuten wieder für eine Reichweite von 100 Kilometern aufgeladen werden können. Das reicht bequem für die Strecke von Stuttgart nach Karlsruhe. Möglich wird das durch gut abgestimmte Hard- und Software. Eine Fernwartung ist per Remotezugriff laut Siemens ebenfalls möglich. So muss  nicht jede Ladestation einzeln abgefahren werden, falls doch mal etwas sein sollte. Auch einen schnelle und kostengünstigen Service verspricht Siemens damit.

Stärker als Tesla

Mit ihren 150 kW Leistung ist diese Station nur unwesentlich leistungsstärker als der Supercharger von Tesla, der bei 145 kW Leistung liegt. Allerdings gibt sie den Strom mit einer fast doppelt so hohen Spannung ab – die Tesla Station lädt mit 480V. Ab wann und wo die Hochleistungsladesäulen flächendeckend aufgestellt werden, steht allerdings noch nicht fest. Ebensowenig ist klar, welchen Preis Siemens für die Säulen ansetzen wird. In der technischen Beschreibung wird einzig angegeben, dass kWh-genau abgerechnet und über das Smartphone bezahlt werden kann. Das ist für Betreiber natürlich komfortabel, für potentielle Investoren aber doch zu wenig. Es wird sich also erst noch zeigen, ob das Konzept alltagstauglich ist.

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