Heimrennen in der Formel E

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Heimrennen in der Formel E
Quelle: e-Formel.de

Heimrennen in der Formel E für die deutschen Piloten. Seit 2014 gibt es die Formel E, die Motorsportrennklasse für Elektroautos. Am Wochenende vom 10./11. Juni gastiert sie für zwei Rennen in der deutschen Hauptstadt. In der Formel E sind in der Saison 2016/17 zwanzig Fahrer aus zwölf Nationen am Start. Sie fahren für zehn Teams. Unter den Fahrern befinden sich für das anstehende Heimrennen in Berlin auch drei Lokalmatadore. Zum einen Maro Engel, der bisher erst fünf Formel E Rennen bestritten hat und ein Neuling ist. Daneben noch der Vorjahreszweite Daniel Abt. Und schließlich als Zugpferd der ehemalige Formel 1 Fahrer Nick Heidfeld, der in dieser Saison für den indischen Rennstall Mahindra Racing antritt. Heidfeld liegt in der aktuellen Fahrerwertung der Saison auf Platz vier. Allerdings hat er mit 47 Punkten bereits einen großen Rückstand auf den führenden Schweizer Sébastian Buemi mit 132 Punkten und den an zweiter Stelle liegenden Brasilianer di Grassi mit 89 Punkten. Dennoch ist Heidfeld immer noch ein klangvoller Name bei Rennsportfans. Dass solche ehemaligen Formel 1 Fahrer in die Formel E wechseln, kann ein großer Baustein sein, die Formel E bei den Menschen bekannter zu machen und dafür zu sorgen, dass sich eine große Fangruppe entwickelt. Zu den Zuschauern bei den Rennen gehören viele Familien mit Kindern. Diese Kinder werden als die Kunden von morgen gesehen. Für sie wird es später normal sein ein E-Auto zu kaufen. So die Theorie.

Vollgepacktes Programm für das Rennwochenende

Man versucht, sich in vielen Punkten von der Formel 1 abzugrenzen. So soll dem Zuschauer an einem Renntag auch deutlich mehr geboten werden als bei anderen Rennserien üblich. In der Formel 1 wird an einem Wochenende von freiem Training am Freitag über Qualifying am Samstag und schließlich das Rennen am Sonntag täglich ein Programmpunkt angeboten. Bei der Formel E ist dies alles komprimiert auf einen Tag. Der Ablauf eines Formel E Tages sieht so aus, dass um acht Uhr bereits das erste freie Training stattfindet. Um zehn Uhr ist dann die Auslosung für die Qualifikation. Diese wird auf einer Bühne vor den Zuschauern ausgeführt. Die zwanzig Rennfahrer werden hierbei auf vier Startgruppen verteilt. Die Fahrer ziehen hierbei selbst eine Nummer auf der Bühne. Um 10:30 Uhr ist dann bereits das zweite freie Training. Um 12 Uhr beginnt dann die Qualifikation. Hierbei fahren von 12:00 Uhr bis 12:06 Uhr die ersten fünf Fahrer der ersten Startgruppe. In der Zeit von 12:10 Uhr bis 12:16 Uhr dann die Fahrer der zweiten Gruppe und so weiter. Am Ende werden die fünf Fahrer mit den schnellsten Zeiten aus dieser ersten Qualifying-Runde genommen und fahren um 12:45 Uhr in der so genannten Super Pole nochmal extra die Poleposition aus. Um 16 Uhr startet dann schließlich das einstündige Rennen. Als Rennfahrer hat man also an einem Renntag ein richtig volles Programm. Erst recht jetzt in Berlin, weil hier erstmals eine Doppelveranstaltung ausgetragen wird und sowohl am Samstag als auch am Sonntag ein solch vollgepackter Renntag stattfindet.

Zuschauer bei der Formel E

Neben vollen Renntagen bietet die Formel E weitere zusätzliche Highlights für den Zuschauer. Eine große Besonderheit ist, dass man bei den Rennen richtig nahe an Fahrer und Fahrzeuge herankommt. Besonders viel geboten bekommen die Zuschauer in der Boxengasse. Was in der Formel 1 unmöglich ist, ist in der Formel E normal: Fans in der Boxengasse. Dadurch, dass es bei einem Formel E Rennen aktuell noch so ist, dass ein Fahrzeugwechsel im Rennen nötig ist, ist für zusätzliche Spannung gesorgt. Die Batterien werden von Williams zur Verfügung gestellt und halten aktuell nur für die Hälfte des Rennens. Ab der Saison 2018/19 soll es möglich sein,  dass die Batterien das ganze Rennen durchhalten. Doch es wird bereits überlegt, ob man nicht den Fahrzeugwechsel aus taktischen Gründen beibehält. Die Manöver, die Fahrer und Teams beim Fahrzeugwechsel in der Boxengasse veranstalten, gehören zu den Highlights für die Zuschauer. Die Ticketpreise liegen bei den Rennen im Durchschnitt bei 25 Euro. Bei der Formel 1 sind die Preise um das Zwanzigfache teurer. Für das aktuelle Rennwochenende in Berlin betragen die Ticketpreise für einen Tribünenplatz 49 Euro. Wer sich ein Kombiticket für beide Tage holt, zahlt 79 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen jeweils die Hälfte. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit (wenn man auf den Tribünenplatz verzichtet), sich ein einfaches Ticket für fünf Euro zu kaufen. Damit bekommt man Zugang zur Rennstrecke und zum Allianz eVillage. Dort gibt es ein Public Viewing und es finden dort auch die Siegerehrungen statt. Die Tickets werden über den Onlinehändler Ticketmaster vertrieben. Man darf sich also auf ein spannendes Motorsportwochenende ohne Benzinverbrauch und Umweltbelastung freuen.

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